Bergungsspezialisten ziehen bei Brüschow (Mecklenburg-Vorpommern) einen von der vereisten Straße gerutschten Lkw aus dem Straßengraben.  | Bildquelle: dpa

Winter meldet sich zurück Glatteisunfälle und sinkende Temperaturen

Stand: 11.01.2016 15:43 Uhr

Der Winter meldet sich zurück - auch mit seiner unangenehmen Seite: Im Norden und im Westen verwandelten sich Straßen in spiegelglatte Rutschbahnen, es gab dutzende Unfälle. Im Laufe der Woche wird es auch im Süden kälter.

Glätte und überfrierende Nässe haben im Westen und Norden Deutschlands zu zahlreichen Unfällen geführt. Am Niederrhein und im Kreis Borken (Nordrhein-Westfalen) wurden Autofahrer bei rund zwei Dutzend Unfällen verletzt. Mehrere Menschen kamen nach Angaben der Polizei in Krankenhäuser. Auf der Autobahn 52 nahe den Niederlanden zählte die Polizei vier Glatteisunfälle.

Busverkehr in Lübeck unterbrochen

In Schleswig-Holstein kam es nach Angaben der Regional-Leitstellen zu insgesamt 40 Unfällen wegen glatter Straßen. Meistens blieb es bei Blechschäden. In Lübeck kam der Busverkehr für drei Stunden zum Erliegen, weil die Fahrzeuge auf glatten Straßen nicht mehr sicher vorankamen.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern machte sich die Glätte bemerkbar. Wie Polizeisprecher in Rostock und Neubrandenburg erklärten, ereigneten sich in der Nacht und am Morgen etwa 25 Unfälle, bei denen fünf Menschen verletzt wurden. Meist blieb es aber bei Blechschäden.

Schneefallgrenze sinkt

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wird es in den nächsten Tagen immer kälter. Auch in Süddeutschland wird sich dann das Winterwetter breitmachen. Von Norden her sinkt die Schneefallgrenze im Wochenverlauf beständig ab. "Bereits am Dienstag ist auf dem Brocken im Harz und im Hochschwarzwald mit Neuschnee zu rechnen", schreibt Tim Staeger von der ARD-Wetterredaktion. Bis Ende der Woche kann es auch im Flachland schneien.

Die Polizei warnt vor Gefahren durch winterliche Straßenverhältnisse und empfiehlt, langsam zu fahren. Auch wenn die Temperaturanzeige im Auto noch Plusgrade ausweise, könne es am Boden bereits gefroren sein.

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