Auto auf spiegelglatter Straße | Bildquelle: dpa

Blitzeis im Norden und Osten Stürze und Unfälle auf spiegelglatten Straßen

Stand: 05.03.2018 15:28 Uhr

Die Temperaturen in Deutschland steigen zwar, dafür machen Eisregen und Glatteis den Menschen in Nord- und Ostdeutschland zu schaffen. Vor allem am Morgen gab es zahlreiche Unfälle, vielerorts fiel die Schule aus.

Wer heute früh aus dem Haus ging, musste aufpassen nicht auszurutschen. Blitzeis und gefrierende Nässe verwandelten viele Geh- und Fahrwege in Rutschbahnen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte für den Norden und Osten Deutschlands vor Glatteis, weil Regen auf den gefrorenen Boden fiel. Berlin, Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern waren betroffen. Dort war es am Morgen gefährlich glatt, erhebliche Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr waren die Folge.

Mittlerweile hat sich die Lage wieder beruhigt. Die Unwetterwarnung wurde bis zum Vormittag überall wieder aufgehoben. Es blieb teilweise aber weiter glatt.

Die Behörden warnten zudem erneut davor, Eisflächen zu betreten. Durch den Temperaturanstieg sei es besonders gefährlich, auf zugefrorene Flüsse und Seen zu gehen.

Leichtverletzte und Blechschäden

In vielen Gegenden in Norddeutschland fiel die Schule aus, weil keine sichere Anfahrt gewährleistet werden konnte. In Niedersachsen waren die Landkreise Celle, Harburg, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg und Uelzen sowie die Städte Uelzen und Lüneburg betroffen.

Auch in Teilen Mecklenburgs wurde der Busverkehr eingestellt. Glatteisbedingte Verkehrsunfälle meldete die Polizei aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Auch die Autobahnen waren betroffen. Demnach gab es aber lediglich Leichtverletzte und Blechschäden. Autofahrer kamen von der Straße ab oder stießen gegen andere Wagen und Leitplanken.

Ein Mann kratzt Eis von seiner Austoscheibe | Bildquelle: picture alliance / dpa
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Viele Autofahrer mussten am Morgen ihre Autos von einem regelrechten Eispanzer befreien.

Stürze von Radfahrern und Fußgängern

In Hamburg stürzten zahlreiche Fußgänger auf spiegelglatten Geh- und Radwegen. Die Hamburger Feuerwehr meldete in den Morgenstunden 112 wetterbedingte Einsätze des Rettungsdiensts, vor allem wegen Stürzen von Radfahrern und Fußgängern auf glatten Straßen und Gehwegen. Diese erlitten demnach Knochenbrüche, Platzwunden und Prellungen. Die Polizei musste sich innerhalb kürzester Zeit um mehr als 120 Autounfälle kümmern. Schwerere Verkehrsunfälle gab es allerdings nicht.

Die Berliner Feuerwehr rief am Morgen den Ausnahmezustand aus. Sie meldete 250 wetterbedingte Einsätze. Zwar stiegen die Temperaturen seit der Nacht deutlich an, doch herrschte in Bodennähe noch immer Frost. Niedergehender Regen gefror, es bildete sich Glatteis. In der Folge lief der Verkehr nur schleppend.

Blitzeis im Norden führt zu zahlreichen Unfällen
tagesschau 17:00 Uhr, 05.03.2018, Claudia Drexel, NDR

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Unwetterwarnung im Osten

Auch in anderen Gebieten Ostdeutschlands mussten Verkehrsteilnehmer mit empfindlichen glatten Straßen rechnen. Autofahrten sollten vermieden werden, Menschen, die nicht unbedingt nach draußen müssen, zu Hause bleiben, warnte der DWD. In Sachsen-Anhalt wurden am Morgen mehr als 30 Unfälle gezählt, wie die Polizei mitteilte.

Im Landkreis Stendal fiel nach Angaben der Rettungsleitstelle der öffentliche Personennahverkehr aus. Das betraf auch die Schülerbeförderung. Wegen der vielen Blechschäden und Menschen, die gestürzt seien, seien alle verfügbaren Rettungswagen im Einsatz.

Milde und feuchte Luft ab Freitag

Laut DWD ist morgen im Osten noch einmal gefrierender Regen möglich. In den östlichen und südöstlichen Mittelgebirgen könnten zehn bis 15 Zentimeter Neuschnee binnen 24 Stunden fallen. Am Mittwoch und Donnerstag werde das Wetter wechselhaft mit Werten bis zu elf Grad, bevor am Freitag ein neues atlantisches Tief milde und feuchte Luft nach Deutschland bringe.

Hintergrund: Glättearten

BLITZEIS bildet sich, wenn Schneekristalle auf dem Weg zur Erde in wärmeren Luftschichten zu Regen werden und später auf Frostboden fallen. Blitzeis ist kein meteorologischer Fachbegriff.
EISREGEN ist ein überwiegend aus Eiskörnern bestehender Niederschlag.
GEFRIERENDE NÄSSE tritt auf, wenn Straßen nass sind - etwa durch Niederschlag oder eine kurze Tauperiode - das Wasser aber durch sehr kalten Boden gefriert.
REIFGLÄTTE bedeutet, dass Reif sich stark verdichtet und dadurch glatt wird. Oft geschieht dies lokal begrenzt, also etwa auf Brücken.
SCHNEE macht Straßen rutschig, wenn er festgefahren auf dem Asphalt liegt. Geschmolzener Schnee kann auch glatt werden, wenn er auf der Straße wieder anfriert.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 05. März 2018 um 08:45 Uhr.

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