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[Bildunterschrift: Manfred Gerlach starb im Alter von 83 Jahren (Archivbild 2008). ]
Der letzte Vorsitzende des DDR-Staatsrats, Manfred Gerlach, ist tot. Der langjährige Chef der DDR-Blockpartei LDPD (Liberal-Demokratische Partei Deutschlands) starb im Alter von 83 Jahren nach langer schwerer Krankheit, wie seine Frau der Nachrichtenagentur dpa sagte. Über Jahrzehnte gehörte Gerlach der DDR-Volkskammer und dem Staatsrat an.
Gerlach war seit 1967 Vorsitzender der LDPD. Im Dezember 1989 wurde er Vorsitzender des Staatsrats und Nachfolger des zurückgetretenen SED-Politikers Egon Krenz. Im September 1989 hatte er die führende Rolle der SED in der DDR in Frage gestellt und sich so als Reformpolitiker zu profilieren versucht.
Nach der Fusion der im Bund Freier Demokraten aufgegangenen LDPD mit der FDP im August 1990 geriet Gerlach in die Kritik, weil er frühere Parteikollegen denunziert haben sollte. 1993 trat er aus der FDP aus und wandte sich dem Umfeld der PDS zu.
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