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21.11.2009

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Die gentechnisch veränderte Kartoffel "Amflora" (Foto: dpa)

Genkartoffel: Aigners "Zickzackkurs" in der Kritik

Nach Erlaubnis für Genkartoffel "Amflora"

SPD und Grüne kritisieren Aigners "Zickzackkurs"

Die Anbauerlaubnis für die Genkartoffel "Amflora" zu Versuchszwecken ist bei der SPD auf Kritik gestoßen. "Die Entscheidung ist falsch", sagte SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber der "Passauer Neuen Presse". Die Hauptschuld sei aber nicht Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner anzulasten, sondern ihrem Vorgänger und jetzigem Parteichef Horst Seehofer. Schließlich habe der CSU-Chef als Bundeslandwirtschaftsminister "Amflora" erstmals zugelassen, fügte Kelber hinzu.

Seehofer: War schon immer für die Forschung

Horst Seehofer (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: "War schon immer für die Forschung": CSU-Chef Seehofer ]
Die Argumente, mit denen Seehofer jetzt die Nicht-Zulassung von "Amflora" fordere, habe er bei seiner eigenen Entscheidung als Agrarminister nicht berücksichtigt, kritisierte Kelber. Seehofer selbst hatte gestern Presseberichte zurückgewiesen, wonach er Aigner zu einem Verbot von "Amflora" gedrängt haben soll. Seehofer sagte, er habe keinen Druck ausgeübt. Außerdem sei er in der Gentechnik-Debatte schon immer für die Forschung gewesen.

Höhn: "Unkontrollierbares Risiko"

Kritik an Aigners Entscheidung kam erneut auch von den Grünen. Aigner sei auf einem "Zickzackkurs", weil sie "zwischen dem Druck der Gentech-Lobby und dem Widerstand der bayerischen Bauern hin und her gerissen" sei, sagte Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn der "Passauer Neuen Presse". Bei "Amflora" stehe "einem unkontrollierbaren Risiko kein erkennbarer Nutzen" entgegen.

Gestern hatte Aigner nach unionsinternem Gerangel und heftigen öffentlichen Diskussionen die Freilandversuche des Chemiekonzerns BASF mit der genveränderten Kartoffelsorte auf einer verkleinerten Versuchsfläche genehmigt.

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Innerhalb der Union ist die Entscheidung umstritten. Während Bayerns Umweltminister Markus Söder die Zulassung ein "falsches Signal" für die Umwelt nannte, stellte sich der Bayern-Chef der Jungen Union, Stefan Müller, hinter seine Parteifreundin Aigner. Auch Bundesforschungsministerin Annette Schavan begrüßte den Beschluss. Sie hatte ihre Kabinettskollegin wegen des Verbots der Genmais-Sorte "MON 810" noch kritisiert.

Stand: 28.04.2009 08:38 Uhr
 

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