Seitenueberschrift
Entscheidung im Bundespräsidialamt
Journalistin Forudastan wird Gauck-Sprecherin
Die Journalistin Ferdos Forudastan wird Sprecherin von Bundespräsident Joachim Gauck. Diese in Berlin mit Spannung erwartete Personalentscheidung teilte das Bundespräsidialamt mit. Sie tritt ihre Stelle zum 1. September an.
"taz", "FR", WDR und Deutschlandfunk
Forudastan war in den vergangenen Jahren als Autorin und Moderatorin für den Deutschlandfunk und den WDR tätig sowie als Kolumnistin für die "Frankfurter Rundschau" (1992 bis 1998). Zuvor war sie auch Korrespondentin der "tageszeitung" (1989 bis 1991).
Sie ist Dozentin unter anderem an der Hamburger Akademie für Publizistik und am Lehrstuhl für Journalistik der Universität Dortmund. Für ihre Arbeit wurde sie mit dem Theodor-Wolff-Preis, dem Medienpreis des Deutschen Anwaltsvereins und dem Journalistenpreis der Siebenpfeiffer-Stiftung ausgezeichnet.
Ihre Themen: Migration und Zuwanderung
Die Politologin und Juristin verfasste mehrere Bücher zu den Themen Migration und Integration und engagiert sich in der Ausbildung von Journalisten aus Zuwandererfamilien.
Forudastan wurde 1960 als Tochter einer Deutschen und eines Iraners in Freiburg/Breisgau geboren. Sie wuchs auf in der Schweiz, im Iran und in Deutschland. Sie ist mit Michael Vesper verheiratet, dem Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) sowie früheren Grünen-Politiker und Vize-Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen. Das Paar hat drei gemeinsame Kinder und lebt in Köln.
Bis zu ihrem Dienstantritt bleibt den Angaben zufolge Andreas Schulze neben seiner Tätigkeit als Leiter der Stabsstelle Kommunikation im Bundespräsidialamt kommissarischer Sprecher des Bundespräsidenten.
Stand: 05.07.2012 20:52 Uhr
