Bundespräsident Joachim Gauck | Bildquelle: REUTERS

Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten "Wir haben gezeigt, was in uns steckt"

Stand: 26.12.2015 05:58 Uhr

Bundespräsident Gauck ruft in seiner Weihnachtsansprache zur offenen Debatte über Lösungen in der Flüchtlingskrise auf. Er zeigt sich zuversichtlich, dass die Krise gemeistert werde: "Wir haben gezeigt, was in uns steckt." Zugleich warnt er vor Gewalt und Hass.

Bundespräsident Joachim Gauck hat zu einer offenen Auseinandersetzung über die Lösung der Flüchtlingskrise aufgerufen, zugleich aber vor Hass und Gewalt gewarnt. "Der Meinungsstreit ist keine Störung des Zusammenlebens, sondern Teil der Demokratie", sagte er in seiner Weihnachtsansprache. Nur mit offenen Diskussionen könne man Lösungen finden, die langfristig Bestand hätten und von einer Mehrheit getragen würden.

Weihnachtsansprache des Bundespräsident

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"Lassen Sie uns einen Weg beschreiten heraus aus falschen Polarisierungen", forderte Gauck. Es müssten Lösungen gefunden werden, die den sozialen Zusammenhalt nicht gefährdeten, das Wohlergehen der eigenen Bürger berücksichtigten und die Not der Flüchtlinge nicht vergessen.

Gewalt gegen Flüchtlinge mit aller Härte begegnen

Der Bundespräsident rief dazu auf, der Gewalt gegen Flüchtlinge mit aller Härte der Gesetze zu begegnen. "Brandstiftung und Angriffe auf wehrlose Menschen verdienen unsere Verachtung und verdienen Bestrafung."

Er zeigte sich sicher, dass Deutschland die Flüchtlingskrise meistern werde. "Wir haben gezeigt, was in uns steckt - an gutem Willen und an Professionalität, aber auch an Improvisationskunst." Gauck würdigte vor allem die vielen freiwilligen Helfer, die zur Bewältigung der Flüchtlingskrise beigetragen haben. "Sie alle sind zum Gesicht eines warmherzigen und menschlichen Landes geworden." Das Staatsoberhaupt dankte aber auch den Mitarbeitern der für die Flüchtlingshilfe zuständigen Behörden und den eingesetzten Polizisten.

Würdigung der Soldatinnen und Soldaten

Der Bundespräsident erinnerte in seiner Ansprache auch an die Flugzeugkatastrophe in den französischen Alpen, die Griechenland-Krise sowie an die gewaltsamen Konflikte in der Ukraine, in Afghanistan und in Afrika. Er würdigte die deutschen Soldaten, die "im gefährlichen Kampf gegen die Wurzeln des Terrors eingesetzt" seien. Als Reaktion auf die Terroranschläge von Paris unterstützt die Bundeswehr seit einiger Zeit die Luftangriffe gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat".

Die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, schlug vor, Gaucks Weihnachtsansprache ebenso wie auch später die Neujahrsansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Ausstrahlung mit arabischen Untertiteln zu versehen und in Mediatheken auch mit Übersetzungen in weitere Sprachen anzubieten, damit diese "die Flüchtlinge auch verstehen könnten".

Zur Weihnachtsansprache Bundespräsidenten
A, Krämer, ARD Berlin
23.12.2015 21:44 Uhr

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