Die Flaggen der G7-Länder wehen im Wind | Bildquelle: picture alliance / dpa

G7 zu Militärschlag in Syrien "Begrenzt, verhältnismäßig, notwendig"

Stand: 17.04.2018 09:15 Uhr

Die Staats- und Regierungschefs der G7 haben den Militärschlag in Syrien als "begrenzt, verhältnismäßig und notwendig" beschrieben. In einer Erklärung verurteilten sie den Chemiewaffeneinsatz in Ost-Ghouta.

In einer gemeinsamen Erklärung haben die G7-Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Japans, Kanadas, Großbritanniens und der USA sowie die Europäische Union "einmütig und auf das Schärfste den Einsatz chemischer Waffen beim Angriff auf Ost-Ghuta in Syrien am 7. April" verurteilt.

Das von der Hilfsorganisation Weißhelme veröffentlichte Foto zeigt einen kleinen Jungen, der sich eine Atemmaske auf das Gesicht drückt, neben ihm ein junges Mädchen. | Bildquelle: dpa
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Zum Beweis für ihre Berichte über den Einsatz von Chemiewaffen veröffentlichten die Weißhelme Fotos von Patienten, die gegen die Symptome wie Atemnnot kämpfen.

Weiterhin an diplomatischer Lösung interessiert

Die militärische Reaktion der USA, Frankreichs und Großbritanniens sei begrenzt, verhältnismäßig und notwendig gewesen. Sie seien erst erfolgt, "nachdem alle denkbaren diplomatischen Optionen zur Wahrung des völkerrechtlichen Gebots, niemals chemische Waffen einzusetzen, ausgeschöpft waren".

In der Erklärung heißt es weiter, dass sich die G7 Staats- und Regierungschefs weiterhin zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts in Syrien bekennen. Ziel müsse es sein, bei den Verhandlungen unter UN-Ägide in Genf einen "glaubwürdigen politischen Übergang" herbeizuführen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 17. April 2018 um 09:45 Uhr.

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