Teilnehmer der G20-Außenministerkonferenz bei Gesprächen über Syrien | Bildquelle: AP

G20-Außenministertreffen Kooperieren - wo es passt

Stand: 17.02.2017 20:31 Uhr

Wenn jeder seine eigene Suppe kocht, stehen am Schluss alle als Verlierer da, sagt Außenminister Gabriel. Die meisten Teilnehmer der G20-Konferenz - auch der US-Kollege Tillerson - stimmen ihm zu. Beim Thema Syrien will Russland allerdings nicht von den eigenen Verhandlungen lassen.

Bei der G20-Außenministerkonferenz in Bonn stand der "Amerika zuerst"-Kurs des US-Präsidenten Donald Trump im Vordergrund: Bundesaußenminister Sigmar Gabriel versuchte dabei, ein Auseinanderdriften der mächtigsten Industrienationen zu verhindern. Die Lösung globaler Problemen wie Terrorismus und Klimawandel "wird nur gelingen mit Kooperation und ganz sicher nicht mit weiterer Abschottung", sagte Gabriel zum Abschluss der zweitägigen Konferenz.

Er und die anderen Teilnehmer hätten sich gefreut, dass dies auch der neue US-Außenminister Rex Tillerson bei seinem ersten Besuch in Europa zum Ausdruck gebracht habe. "Insofern waren das sehr gute Gespräche", sagte Gabriel. Er hatte mit Tillerson am Vorabend auch länger alleine gesprochen.

Die US-Regierung setzt unter Trump auf eine Abschottungs-Strategie. Sie will sich mit einer Mauer gegen Migranten aus Mexiko abschotten, stellt Freihandelsverträge infrage und denkt laut über eine neue Abgabe auf Importe nach, die auch europäischen Unternehmen erheblich schaden würde. 

Abschluss der G20-Außenministerkonferenz
tagesschau 20:00 Uhr, 17.02.2017, Arnd Henze, ARD Berlin

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Wenig Optimismus beim Thema Syrien

Ein weiteres Thema beim Treffen der Außenminister der 20 mächtigsten Industrie- und Schwellenländer war der Krieg in Syrien. Dabei dämpften Deutschland und Frankreich die Erwartungen an die neue Runde der Friedensgespräche in Genf. Gabriel sagte, man müsse diesmal "eine gehörige Portion Realismus mitbringen". Zugleich betonte er mit Blick auf die Syrien-Gespräche in Kasachstan, es dürfe keine "Parallelverhandlungen" geben. 

Eine weitere Runde der Friedensgespräche unter dem Dach der Vereinten Nationen soll am kommenden Donnerstag in Genf beginnen. Dabei soll es um Pläne für eine Übergangsregierung, eine neue Verfassung und Wahlen gehen. Bei den Syrien-Gesprächen in Kasachstan spielt Russland eine führende Rolle.

Keine gemeinsame Erklärung

Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault sagte mit Blick auf die Genfer Verhandlungsrunde: "Man soll die Schwierigkeit und die Gefahr nicht unterschätzen." Er warnte Russland und den Iran davor, zu glauben, die Assad-Regierung werde eines Tages wieder das gesamte Staatsgebiet unter seine Kontrolle bringen. An den Syrien-Gesprächen am Rande des G20-Treffens in Bonn war Russland nicht beteiligt. Dort diskutierten lediglich Vertreter von Ländern, die einen Rückzug Assads als Grundvoraussetzung für eine politische Lösung des Syrien-Konflikts sehen.

Die Außenministerkonferenz endete - wie angekündigt - ohne eine gemeinsame Erklärung. Sie diente auch der Vorbereitung des G20-Gipfels am 7. Juli in Hamburg.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 17. Februar 2017 um 20:00 Uhr.

Darstellung: