Bundesweite Kundgebungen Tausende bei Ostermärschen

Stand: 28.03.2016 16:42 Uhr

Bundeswehreinsätze in weltweiten Konflikten oder deutsche Waffenlieferungen in Krisenregionen - darauf wollten Tausende Friedensaktivisten bei ihren Ostermärschen aufmerksam machen. Und es kamen wieder mehr als in den vergangenen Jahren.

Bundesweit haben über das Wochenende Tausende Ostermarschierer gegen Krieg, Gewalt und Rüstungsexporte demonstriert. Die Veranstalter bezifferten die Gesamtzahl der Teilnehmer auf mehr als 20.000 und damit mehr als im Vorjahr. Der Sprecher des Ostermarschbüros in Frankfurt, Willi van Ooyen, berichtete von mehr als 80 Veranstaltungen bundesweit.

Abschluss der traditionellen Ostermärsche
tagesschau 20:00 Uhr, 28.03.2016, Jan-Peter Bartels, HR

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Wichtige Themen der diesjährigen Ostermärsche waren der Krieg in Syrien, die deutschen Rüstungsexporte, die Auslandseinsätze der Bundeswehr, die Solidarität mit Geflüchteten und die Forderung nach einem Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland.

Demonstration vor US-Fliegerhorst

Am US-Fliegerhorst Büchel in der Eifel versammelten sich am Nachmittag Demonstranten für einen Rundgang um das Gelände. Hier werden die letzten in Deutschland stationierten Atomwaffen der USA vermutet.

Demonstranten halten am 28.03.2016 in Hamburg beim Ostermarsch ein Plakat mit der Aufschrift "Bildung ohne Bundeswehr - Krieg ist keine Berufsperspektive" in den Händen. | Bildquelle: dpa
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So wie hier in Hamburg protestierten die Teilnehmer der Ostermärsche gegen die Politik der Bundesregierung.

Wieder mehr Teilnehmer

In Frankfurt am Main kamen nach einer Zählung des Ostermarschbüros am Ostermontag rund 2000 Menschen zusammen, in Nürnberg und Hamburg jeweils mehr als 1000, in Kassel rund 600. Die Veranstaltungen über die Feiertage reichten von Kundgebungen zu Mahnwachen, Wanderungen, Fahrradtouren bis hin zu Friedensgottesdiensten.

Ostermärsche der Friedensbewegung - Tradition seit den Sechzigerjahren

Ostermärsche haben sich aus den Friedensbewegungen der 1960er Jahre entwickelt. Seither richten sie sich gegen Krieg, Rüstungspolitik und Atomkraft. Zu den besten Zeiten gingen an Ostern Hundertausende Menschen auf die Straßen. Heute sind die Märsche auf meist wenige Hundert Teilnehmer geschrumpft. Das hält die Veranstalter aber nicht ab. Die Ostermärsche seien nicht der Zählappell der Friedensbewegung, so Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative.

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