Hintergrund: Wer legt die BER-Flugrouten fest?

Hauptstadtflughafen BER

Behörden legen die Flugrouten fest

Am 4. Juli hatte die Deutsche Flugsicherung (DFS) dem Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung im hessischen Langen einen ersten Entwurf für mögliche Start- und Landerouten für den neuen Hauptstadtflughafen vorgelegt. Dieser Entwurf enthielt auch die Forderungen der aus Gemeindevertretern und Luftverkehrswirtschaft bestehenden Fluglärmkommission.

Schriftzug des neuen Berliner Großflughafens (Bildquelle: dapd)
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Die EU will gegen die Flugrouten des neuen Berliner Großflughafens klagen.

Der Entwurf der DFS wurde vom Bundesaufsichtsamt eingehend geprüft. Dieses hielt dabei Rücksprache mit dem Umweltbundesamt, welches als oberste Umweltbehörde die Aspekte des Lärmschutzes zu prüfen hat.

In einem Lärmgutachten sprach sich das Umweltbundesamt dafür aus, dass ein Teil der Flugroutenvorschläge der Deutschen Flugsicherung (DFS) überarbeitet werden. Dies sollte verhindern, dass Bürger und Umwelt zu stark mit Lärm belastet werden. Die von der Umweltbehörde vorgeschlagenen Änderungen wurden aber zu großen Teilen nicht umgesetzt: Das Bundesaufsichtsamt übernahm fast vollständig den ersten Entwurf der DSF vom 4. Juli 2011.

Das dem Bundesverkehrsministerium unterstellte Bundesaufsichtsamt erklärte, den geplanten Flugverkehr sicher, geordnet und flüssig abzuwickeln sei die Grundlage der Entscheidung der Behörde gewesen.

Das 1974 gegründete Umweltbundesamt in Dessau ist erst seit wenigen Jahren an der Planung von Flugrouten beteiligt. Bei der Vergrößerung des Frankfurter Flughafens 2011 war die Behörde erstmals maßgeblich beteiligt. Bestehende Flugrouten von und zu Flughäfen können mit einer Rechtsverordnung bei Bedarf immer wieder geändert werden. Dies wird seit Jahren regelmäßig praktiziert.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. Mai 2013 um 17:00 Uhr.

Stand: 11.01.2013 14:20 Uhr

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