Flüchtlinge bei ihrer Einreise in Passau (Archivbild) | Bildquelle: picture alliance / dpa

Flüchtlingskrise Tausende Iraker kehren in ihre Heimat zurück

Stand: 18.03.2016 10:01 Uhr

Rund 500 Flüchtlinge kehren laut Kanzleramtsminister Altmaier monatlich in ihre Heimat zurück. Darunter seien zahlreiche Menschen mit Bleiberecht. Grund sei der erfolgreiche Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat", der an Einfluss verloren habe.

Laut Kanzleramtsminister Peter Altmaier sind von September bis Februar "mehr als 3000 irakische Flüchtlinge freiwillig in den Irak zurückgekehrt". Grund dafür sei das erfolgreiche Zurückdrängen der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" im Irak, sagte Altmaier der "Rheinischen Post". Weiterhin würden rund 500 Flüchtlinge pro Monat in den Irak zurückkehren, obwohl sie in Deutschland schon anerkannt gewesen seien oder die Aussicht auf Anerkennung hätten.

Unterstützung für Peschmerga richtig

Die Menschen wollten sich beispielsweise am Wiederaufbau in ihrem Land beteiligen, nachdem die Terroristen an Einfluss verloren hätten, so Altmaier weiter. Für den Kanzleramtsminister ist das eine Bestätigung für die Unterstützung der kurdischen Peschmerga-Kämpfer durch Deutschland. "Es war also absolut richtig, die Peschmerga zu bewaffnen und auszubilden", so der CDU-Politiker. Hier zeige sich, wie man Fluchtursachen effektiv bekämpfen kann.

Deutschland hatte den kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Nordirak Waffen für den Kampf gegen den IS geliefert.

Viele Iraker in Deutschland enttäuscht

Schon seit Monaten entscheiden sich immer mehr Iraker, in ihre Heimat zurückzukehren. Bei vielen sind auch Enttäuschung und Frust der Grund. Oft sind sie nach Deutschland gekommen, weil Schlepper ihnen falsche Versprechungen gemacht haben.

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