Angriffe wie diese auf Asylbewerberheime gab es 2016 Hunderte. | Bildquelle: dpa

Bericht mit BKA-Zahlen Weniger Angriffe auf Flüchtlingsheime

Stand: 09.05.2017 04:55 Uhr

In Deutschland wurden offenbar seit Jahresbeginn weniger Angriffe auf Unterkünfte von Flüchtlingen verübt. Laut Bundeskriminalamt sei die Zahl der Attacken wieder auf den Stand wie vor der Flüchtlingskrise gesunken, heißt es in einem Medienbericht. Im ersten Quartal 2017 erfasste die Behörde rund 90 Angriffe.

Die Zahl der Angriffe auf Unterkünfte für Asylbewerber ist in Deutschland wieder zurückgegangen: Einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" zufolge hat sie den Stand wie vor Beginn der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 erreicht.

Die Zeitung bezieht sich auf Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA), die das Bundesinnenministerium in seiner Antwort auf kleine Anfrage der Linkspartei herausgegeben hat. Demnach wurden im ersten Quartal diesen Jahres 93 Angriffe auf Flüchtlingsheime verübt. Das entspreche in etwa dem Niveau wie in den ersten vier Monaten 2015. Damals erfasste das BKA 106 Attacken. Bei den meisten der bisherigen Angriffe in 2017 - dazu zählen etwa Brandstiftung, Körperverletzung und Anschläge mit Sprengstoff - gingen die Ermittler von einem rechtsradikalen Hintergrund aus.

Mit Beginn der Flüchtlingskrise wurde 2015 auch ein drastischer Anstieg von Übergriffen auf Flüchtlingsheime verzeichnet: Waren es 2014 noch 199, wurden im darauffolgenden Jahr laut BKA-Statistik rund 1030 solcher Angriffe verübt. Im vergangenen Jahr erfasste die Behörde knapp 920 Übergriffe.

Über dieses Thema berichteten am 09. Mai 2017 Deutschlandfunk um 05:00 und 06:00 Uhr sowie NDR Info um 06:15 Uhr jeweils in den Nachrichten.

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