Flüchtlinge an der serbisch-mazedonischen Grenze | Bildquelle: AFP

Flucht über die Balkanroute 40 Prozent ohne Aussicht auf Asyl

Stand: 07.02.2016 10:35 Uhr

Viele der Flüchtlinge, die zuletzt über die Balkanroute nach Deutschland gekommen sind, müssen damit rechnen, zurückgeschickt zu werden. Einem Zeitungsbericht zufolge waren im Januar nur noch 39 Prozent der Migranten aus Syrien. Die meisten anderen haben geringere Chancen auf Schutz.

Rund 40 Prozent der zuletzt über die sogenannte Balkanroute kommenden Flüchtlinge haben einem Bericht zufolge keine Aussicht auf Schutz in der EU. Das berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" ("FAS") unter Berufung auf einen Vertreter der EU-Kommission.

Dem Bericht zufolge stammten zudem im Januar nur noch 39 Prozent der Schutzsuchenden, die über die Türkei nach Griechenland kamen, aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Im September 2015 waren es noch 69 Prozent. Wie die "FAS" weiter berichtete, stieg demgegenüber der Anteil von Menschen aus dem Irak von acht auf 25 Prozent und die Zahl der Afghanen von 18 auf 24 Prozent. Flüchtlinge aus diesen Ländern haben geringere Anerkennungsquoten als Syrer.

Hinzu kam dem Bericht zufolge auch ein größerer Anteil von Menschen aus den nordafrikanischen Maghreb-Staaten. Die Bundesregierung plant, die drei Maghreb-Länder Tunesien, Algerien und Marokko als sichere Herkunftsländer einzustufen, um die Asylgesuche von Bürgern dieser Staaten schneller zurückweisen zu können. Einen entsprechenden Beschluss fasste das Bundeskabinett bereits. Bundestag und Bundesrat müssen dem Gesetz noch zustimmen.

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