Das FIFA-Logo am Eingang des Sitzes in Zürich. | Bildquelle: AFP

48 Teams ab 2026 FIFA beschließt "Mega-WM"

Stand: 10.01.2017 11:05 Uhr

Trotz Kritik hat die FIFA entschieden, die Zahl der Mannschaften ab der WM 2026 drastisch zu erhöhen. Dann werden 48 statt bisher 32 Teams bei dem Turnier antreten. Der Weltverband erhofft sich damit Mehreinnahmen von gut 600 Millionen Euro.

Die FIFA hat die umstrittene Aufstockung der WM-Teilnehmerzahl beim Turnier 2026 beschlossen. Erstmals werden dann 48 statt bislang 32 Mannschaften um den Titel spielen, entschied der Rat des Fußball-Weltverbandes in Zürich. Statt der bislang acht Gruppen mit jeweils vier Teams wird es dann in der Vorrunde 16 Gruppen mit je drei Mannschaften geben.

16 Gruppen mit drei Teams

Voraussichtlich werden die Teams auf den Plätzen eins und zwei jeder Gruppe in die K.o.-Runde einziehen. Die Gesamtzahl der WM-Spiele steigt damit von 64 auf mindestens 80 Partien. Ob es wie von FIFA-Präsident Gianni Infantino angeregt bei der XXL-WM keine Unentschieden mehr geben und jede Partie auch in der Vorrunde bei Gleichstand mit einem Elfmeterschießen entschieden werden wird, steht allerdings noch nicht fest.

Gianni Infantino | Bildquelle: dpa
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FIFA-Boss Infantino ist ein Verfechter der "Mega-WM"

Infantino hatte im Wahlkampf um das Präsidentenamt des Verbands bereits versprochen, die Zahl der Teilnehmerländer aufzustocken - und unter anderem dadurch die Wahl gewonnen. Dass die FIFA die "Mega-WM" forciert, hat aber noch einen anderen Grund: enorme zu erwartende Mehreinnahmen. Einem vertraulichen FIFA-Bericht zufolge, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, würde eine Vergrößerung des Turniers um 16 Teams zusätzliche Gelder in Höhe von umgerechnet rund 605 Millionen Euro generieren.

Widerstand aus Deutschland

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte sich gegen eine Vergrößerung ausgesprochen. "Die Weltmeisterschaften waren in der Vergangenheit immer Turniere, die Aktive, Zuschauer und Sponsoren gleichermaßen begeistert haben. Warum also sollte man etwas ändern?", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel. Der weltgrößte Fußballverband sei "grundsätzlich davon überzeugt, dass am bewährten Modus mit 32 Teilnehmernationen festgehalten werden sollte". An der Entscheidung war der DFB allerdings nicht beteiligt, weil das aktuelle Mitglied des Councils, Wolfgang Niersbach, im Moment suspendiert ist.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 10. Januar 2017 um 11:00 Uhr.

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