Flüchtlinge auf der Balkanroute: Spielfeld / Österreich | Bildquelle: dpa

Österreichs Bundeskanzler Faymann "Flüchtlinge fliehen vor Terroristen"

Stand: 19.11.2015 11:02 Uhr

Das Flüchtlingsproblem lässt sich nicht an den europäischen Grenzen lösen - das hat Österreichs Kanzler Faymann im ARD-Morgenmagazin erneut betont. Der Sozialdemokrat forderte auch eine bessere internationale Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf.

Der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann sieht in der Flüchtlingsfrage große Übereinstimmung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Der SPÖ-Politiker bezeichnete die Zusammenarbeit mit Merkel als "sehr eng" und "sehr positiv".

C. Meier, ARD, im Gespräch mit Werner Faymann, Bundeskanzler Österreich, zur Zusammenarbeit mit Europa
19.11.2015

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Vor seinem Treffen mit ihr betonte er im ARD-Morgenmagazin, man dürfe die Themen Flüchtlinge und Terrorismusbekämpfung nicht vermischen: "Flüchtlinge flüchten auch vor Terroristen, laufen um ihr Leben." Klar sei, dass sich die Probleme weder an der österreichischen noch an der deutschen Grenze lösen ließen. "Wir können kontrollieren, wir können gewisse Ordnung schaffen - aber wir können nicht dafür sorgen, dass niemand mehr flüchten muss. Das geht nur in Syrien, das geht nur in jenen Lagern, in denen sie jetzt sind und zu wenig Geld für das Nötigste dort vorhanden ist", sagte er weiter. Das gehe nur durch eine Zusammenarbeit mit der Türkei und eine bessere Situation in Griechenland.

In der aktuellen Terrorbekämpfung forderte Faymann eine bessere Zusammenarbeit. Man werde vor den Terroristen nicht zurückweichen, betonte er. Die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden müsse aber besser werden: "Noch immer sind wir so organisiert, dass jedes Land etwas Eigenes macht. Nur gemeinsam können wir jetzt richtig aktiv werden."

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