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Falschgeld-Funde nehmen ab

Schlechte Zeiten für Euro-Blüten

Ein gefälschter 200-Euro-Schein unter einer UV-Lampe.
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Die Zahl der registrierten Falschgelddelikte lag in Deutschland bei rund 34.000.

Die Gefahr, in Deutschland mit Falschgeld betrogen zu werden, wird offenbar immer kleiner. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat im vergangenen Jahr deutlich weniger gefälschte Banknoten sichergestellt als zuvor. Die Zahl der entdeckten Blüten ging demnach 2011 um 40 Prozent auf 54.427 zurück.

Der Nennwert des Falschgeldes reduzierte sich aber nur leicht von 6,8 Millionen Euro auf 6,5 Millionen Euro - was offenbar auch daran liegt, dass die Entwicklung bei den falschen 500-Euro-Scheinen gegen den Trend nach oben zeigt: Die Fälschungen der höchsten Banknote haben sich fast verdoppelt. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Blüten stieg auf 14 Prozent.

20er- und 50er-Scheine am belietesten

Am beliebtesten in den illegalen Druckerstuben sind immer noch die 20-Euro- und die 50-Euro-Banknoten. Sie machen zwei Drittel der bundesweit registrierten Euro-Fälschungen aus. Mehr als die Hälfte aller Fälschungen der Währungen Euro und US-Dollar wurden in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern registriert. Die qualitativ hochwertigen Fälschungen stammen dem BKA zufolge überwiegend aus Süd- und Osteuropa - mit Schwerpunkt Italien.

Auch die Zahlen beim gefälschten Hartgeld sind rückläufig: 2011 wurden in Deutschland rund 52.700 falsche Euro-Münzen registriert, etwa 22 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit 75 Prozent der gefälschten Geldstücke war die 2-Euro-Münze besonders beliebt.

BKA: Eurokrise hat damit nichts zu tun

Der Euro wird nach Einschätzung des BKA für Fälscher weiter attraktiv bleiben: Trotz der Schuldenkrise gelte er als vergleichsweise stabile Währung und sei weit verbreitet, sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke. Es bleibe deshalb abzuwarten, ob der Rückgang nur eine vorübergehende Erscheinung sei.

Ziercke wertete die positive Bilanz als Beleg für die erfolgreiche Arbeit der Behörden und die Präventionsarbeit der Deutschen Bundesbank. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 1408 Beschuldigte im Zusammenhang mit Falschgelddelikten ermittelt.

Wie man die Blüten erkennt

Für Verbraucher sind falsche Scheine nicht leicht zu entdecken. Die Bundesbank empfiehlt, alle Sicherheitsmerkmale zu prüfen: Auf der Vorderseite am oberen Rand ist der Schriftzug BCE ECB EZB EKT EKP fühlbar. Das Wasserzeichen auf dem unbedruckten Teil der Banknote ist zu erkennen, wenn der Schein ins Licht gehalten wird, und die Hologramme verändern sich, wenn die Note gekippt wird.

Gefälschte Zwei-Euro-Münzen haben häufig statt scharf gestochener Randprägung unvollständige oder unregelmäßige Randprägungen. Echte Ein- und Zwei-Euro-Münzen sind nur schwach magnetisch - Fälschungen dagegen haften sehr fest am Magneten.

Verbraucher, die einen zweifelhaften Schein entdecken, sollten ihn schleunigst zur Polizei oder zur Bank tragen, wie die Bundesbank rät. Ersatz gibt es allerdings nicht.

Stand: 27.08.2012 17:41 Uhr

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