Ein Fahrradfahrer fährt in Berlin auf dem Radweg. | Bildquelle: dpa

Mehr Geld vom Bund Freie Fahrt auf der "Fahrradautobahn"

Stand: 03.04.2017 02:42 Uhr

Angesichts der wachsenden Zahl von Berufspendlern will die Bundesregierung den Ausbau von Fahrrad-Schnellwegen fördern. In diesem Jahr will sie dafür zusätzlich 25 Millionen Euro bereitstellen.

Die Bundesregierung will den schnellen Fahrradverkehr für Berufspendler mit weiteren neuen Radschnellwegen ausbauen. Im laufenden Jahr fördere der Bund die Radschnellwege mit zusätzlichen 25 Millionen Euro, sagte Verkehrs-Staatssekretär Norbert Barthle (CDU) der "Rheinischen Post". Diese Wege seien "kleine Fahrradautobahnen für die, die ohne Ampeln und Kreuzungsverkehr viel schneller zur Uni oder zur Arbeit wollen". Um den Fahrradverkehr weiter zu fördern, habe der Bund seine Mittel für Radwege von 60 Millionen auf insgesamt 100 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt, sagte Barthle.

Gestern hatte das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung bekannt gegeben, dass die Zahl der Berufspendler in Deutschland auf einen neuen Höchstwert gestiegen sei. Demnach fuhren im vergangenen Jahr 60 Prozent aller Beschäftigten regelmäßig vom Wohnort in eine andere Gemeinde zur Arbeit. Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung warnte vor einer Gefährdung der körperlichen und seelischen Gesundheit durch das Pendeln.

200 Jahre Fahrrad

Das Fahrrad erlebe an seinem 200. Geburtstag einen "richtigen Boom in Deutschland", sagte Staatssekretär Barthle weiter. Anlässlich des Jahrestags thematisiert der heute beginnende Nationale Radverkehrskongress in Mannheim die Rolle des Fahrrads im Verkehr der Zukunft. Fachleute aus dem In- und Ausland präsentieren unter anderem Konzepte für eine moderne Infrastruktur in Städten.

Auf der Veranstaltung wird der Deutschen Fahrradpreis an die besten Radverkehrsprojekte des Jahres vergeben.

Bund fördert Radschnellwege
N. Barth, ARD Berlin
03.04.2017 07:27 Uhr

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Über dieses Thema berichteten am 03. April 2017 NDR Info um 04:00 Uhr in den Nachrichten und tagesschau24 um 10:00 Uhr.

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