Medienbericht über Probleme bei der Bundeswehr Wird der "Eurofighter" deutlich teurer?

Stand: 07.07.2013 05:09 Uhr

"Eurofighter" auf dem Fliegerhorst in Wittmund | Bildquelle: dpa
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Ursprünglich sollten 180 "Eurofighter" 14,7 Milliarden Euro kosten. Jetzt muss die Bundeswehr laut "Spiegel" mindestens zwei Milliarden Euro mehr zahlen.

Neben dem Debakel mit der "Euro Hawk"-Drohne hat das Verteidigungsministerium einem Pressebericht zufolge Probleme mit einem weiteren Rüstungsprojekt. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, gibt es große finanzielle und qualitative Schwierigkeiten mit dem Flugzeug "Eurofighter". Dieses werde voraussichtlich deutlich teurer als bislang veranschlagt.

Das Ministerium bestätigte, es seien rund 14,7 Milliarden Euro für die Anschaffung von 180 "Eurofightern" bewilligt. Davon würden bis Ende des Jahres rund 14,5 Milliarden Euro ausgegeben - dafür würden dann aber nur 108 Flugzeuge geliefert werden. Laut "Spiegel" kalkuliert die Bundeswehr aber bereits mit Zahlungen von 16,8 Milliarden Euro bis 2018. Auch diese Summe werde aber voraussichtlich um einen Milliardenbetrag überschritten. Offenbar aus Rücksicht auf den Wahlkampf solle das Thema vorerst nicht mehr behandelt werden, schreibt der "Spiegel" weiter.

Dem Bericht zufolge gibt es auch gravierende Qualitätsmängel bei dem Rüstungsprojekt. So habe die Bundeswehr die Zulassung eines Luftfahrtbetriebs für ein "Eurofighter"-Werk von EADS wegen Missmanagements Ende 2008 auslaufen lassen; erst im April 2011 habe das Werk in Machning seine Zulassung wieder erhalten. Zwischen diesen Jahren habe die Luftwaffe trotzdem "Eurofighter" eingesetzt. Das Ministerium wies diese Darstellung zurück: Nach einer "Anpassung" des Qualitätsmanagements an amtliche Vorgaben sei die Zulassung Ende April 2009 wieder erteilt worden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 07. Juli 2013 um 12:00 Uhr.

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