Eurofighter | Bildquelle: picture alliance / dpa

Ministerium unterrichtet Bundestag Neue Probleme beim "Eurofighter"

Stand: 13.10.2015 04:44 Uhr

Schon seit Jahren gibt es Probleme mit dem "Eurofighter" - jetzt ist die Liste der Ärgernisse noch länger geworden. Laut Medienberichten hat das Verteidigungsministerium den Bundestag über neue Mängel unterrichtet. Man nehme Airbus momentan keine Maschinen mehr ab.

Beim Kampfflugzeug "Eurofighter" sind offenbar neue Probleme aufgetaucht. "Süddeutsche Zeitung" und "Spiegel Online" berichten übereinstimmend, das Verteidigungsministerium habe den Bundestag über Fertigungsmängel im Bereich der Verbindung zwischen dem Seitenleitwerk und Rumpf unterrichtet.

Demnach wurden dort Bohrungen "nicht spezifikationskonform gesenkt und entgratet". Eine "Schädigung der Struktur des Luftfahrzeuges" könne nicht ausgeschlossen werden. Demnach sind alle ausgelieferten Flugzeuge der Tranchen 1 bis 3A von dem Mangel betroffen.

Ursula von der Leyen | Bildquelle: dpa
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Die Grünen kritisieren das "Rüstungsmanagement" von Ministerin von der Leyen.

Das Problem habe "keinen unmittelbaren Einfluss" auf den Flugbetrieb der deutschen "Eurofighter"-Flotte, Deutschland habe die "Abnahme weiterer Serienluftfahrzeuge" aber vorerst ausgesetzt. Derzeit analysierten Experten das Problem. Die Bundeswehr soll vom Hersteller Airbus insgesamt 143 "Eurofighter" bekommen. Das Rüstungsprojekt steht seit Jahren in der Kritik, weil es mehrere Milliarden teurer wurde als geplant und es immer wieder Verzögerungen gibt.

Grüne: Keine Rüstungsdeals mehr mit Airbus

Grünen-Haushaltsexperte Tobias Lindner kritisierte, der "Eurofighter" werde immer mehr zum "Problembär der Luftwaffe". Das Rüstungsmanagement von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen stehe Frage. "Am Ende bekommt die Bundeswehr ein Flugzeug, von dem sie nicht weiß, ob es einsatzbereit ist", sagte er. Von der Leyen solle von Rüstungsprojekten mit Airbus Abstand nehmen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 13. Oktober 2015 um 09:00 Uhr.

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