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Verbraucherzentrale warnt vor Lebensmittel-Plagiaten
Verbraucherzentrale warnt vor Lebensmittel-Plagiaten

Schokokekse ohne Schokolade

Verbraucher müssen neben sogenanntem Analogkäse und Schinkenimitat auch bei anderen Lebensmitteln mit billigen Ersatzstoffen rechnen. Darauf hat die Verbraucherzentrale Hamburg hingewiesen und eine Liste von elf weiteren Produkten veröffentlicht, bei denen Kunden nach Überzeugung der Verbraucherschützer etwas vorgemacht wird.

Regal in einem Supermarkt (Foto: AP) Konkret kritisieren sie unter anderem die "Mini Keksbolde Schoko" von Delacre, die statt einer Schokoladenfüllung eine "Kakaocremefüllung mit billigem Schokoladenimitat" enthielten. United Biscuits erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, das Unternehmen werde nun prüfen, wie "die Auslobung der Geschmacksrichtung 'Schoko' sinnvoll geändert werden kann".

"Wasabi-Erdnüsse" ohne Wasabi

In den "Wasabi Erdnüssen" eines bekannten Herstellers von Knabbergebäck vermissen die Verbraucherschützer den namensgebenden japanischen Meerrettich, stattdessen sorgen demnach "minderwertige Zutaten" wie Algenkonzentrat, Aroma und Geschmacksverstärker für den Wasabi-Geschmack.

Buitoni: "Pesto Basilico" ist kein "Pesto genovese"

Beim Buitoni-"Pesto Basilico" fehlen der Verbraucherzentrale weitgehend die Originalzutaten für ein "Pesto alla genovese" wie Pinienkerne, Olivenöl sowie Parmesan oder Pecorino. Deren Anteil betrage jeweils maximal zwei Prozent, stattdessen seien als billiger Ersatz Sonnenblumenöl, Cashewkern-Pulver und kostengünstigerer Hartkäse enthalten, so die Kritik. Ein Nestlé-Sprecher sagte der Agentur AFP dazu, das Pesto enthalte hochwertige Zutaten und werde im Übrigen eben nicht als "Pesto genovese", sondern als "ganz normales Pesto" verkauft.

Im Meer gefangenes Fischeiweiß?

Ein weiteres Bespiel sind "Surimi-Garnelen" - in Garnelenform gepresstes Fischeiweiß. Durch den Zusatz "Gefangen - Indischer Ozean" werde der Eindruck erweckt, es handele sich um echte Garnelen, so die Verbraucherschützer.

Schinkenimitat aus Stärke-Gel

Hessische Lebensmittelkontrolleure hatten vergangene Woche festgestellt, dass bei rund 68 Prozent aller in der Gastronomie entnommenen Proben nicht echter Kochschinken, sondern ein künstlich hergestelltes Imitat verarbeitet worden war. Die Produkte bestehen aus einem großen Anteil von schnittfestem Stärke-Gel, in das kleine Fleischstücke eingearbeitet sind.

Stand: 10.07.2009 18:12 Uhr
 

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