Weitere Erhöhungen befürchtet Kassen drehen an Zusatzbeitragsschraube

Stand: 20.01.2016 16:45 Uhr

Teure neue Medikamente, höhere Kosten für Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte: Die Krankenkassen beklagen steigende Ausgaben. Die Rede ist von 16 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren. Etliche von ihnen hoben bereits die Zusatzbeiträge an - und prognostizieren weitere Belastungen für die Versicherten.

Zurzeit liegt der Zusatzbeitrag, den die Arbeitnehmer für die gesetzliche Krankenversicherung zahlen müssen, im Schnitt bei 1,1 Prozent. Doch dabei dürfte es nicht bleiben: In den kommenden Jahren würden die Sätze für die Mitglieder aufgrund der hohen Kassenausgaben um 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte steigen, sagte der Vorsitzende des Ersatzkassenverbandes (VdEK), Christian Zahn.

Ersatzkassen rechnen mit steigenden Beiträgen
tagesschau 16:00 Uhr, 20.01.2016, Anke Hahn, RBB

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Der Verband, dem die Marktführer Techniker Krankenkasse und Barmer GEK angehören, spricht sich dafür aus, Geld aus dem Gesundheitsfonds einzusetzen, um die Kosten einzudämmen. Er fordert zudem eine Rückkehr zur vollen paritätischen Finanzierung der Beiträge durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

VdEK-Vorstandschefin Ulrike Elsner sagte in der tagesschau, die Arbeitgeber müssten sich künftig an Beitragssteigerungen beteiligen. Zudem forderte sie Reformen im Arzneisektor. Hier seien die Kosten im vergangenen Jahr um etwa 4,5 Prozent gestiegen. Elsner kritisierte, dass Pharmahersteller ein Jahr lang "Wunsch- und Mondpreise" verlangen könnten - erst danach gelte ein ausgehandelter Preis.

Ulrike Elsner, Verband der Ersatzkassen, zu steigenden Beiträgen
tagesschau24 12:30 Uhr, 20.01.2016

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