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Gemüse

Ernährungsbericht 2012

Deutsche essen viel Gemüse und viel zu viel Fleisch

Die Deutschen essen immer mehr Gemüse, verschmähen dafür aber öfter frisches Obst. Laut dem Ernährungsbericht 2012 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) steigt der Gemüseverbrauch seit dem Jahr 2000 um 1,1 Kilogramm pro Kopf und Jahr.

Im zurückliegenden Jahr seien pro Kopf etwa 25 Kilogramm Gemüse wie Tomaten, Kohl, Rüben, Gurken und Hülsenfrüchte verzehrt worden. "Diesen positiven Trend begrüßen wir sehr", erklärte Verbandspräsident Helmut Heseker. Bei Obst wird dagegen nicht mehr so gern hingelangt. Der Verbrauch sank hier von 800 Gramm pro Kopf und Jahr gegenüber dem Vorjahr.

Thüringer Würstchen auf dem Grill
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Echte Thüringer: Wer kann da widerstehen?

Sorge bereitet den Experten, dass in Deutschland nach wie vor zu viel Fleisch gegessen wird, vor allem von Männern. Jeder von ihnen isst im Durchschnitt pro Woche etwa ein Kilogramm Fleisch und Wurst, empfohlen werden 300 bis 600 Gramm. Allerdings wird nach Angaben des Berichts auch mehr Fisch verspeist.

Mehr Wasser und zu viel Alkohol

Ein weiterer Grund, sich Sorgen zu machen, ist nach Angaben der Experten der Alkoholkonsum. Zwar sank hier der Verbrauch - beim Bier um minus zwei Liter pro Kopf -, doch etwa 31 Prozent der Männer und 25 Prozent der Frauen trinken laut der Studie mehr Alkohol, als gesundheitlich akzeptabel wäre.

Gestiegen ist der Verbrauch bei den Soft-Drinks. Bei Mineralwasser beträgt das Plus pro Kopf und Jahr 2,9 Liter, bei Erfrischungsgetränken 1,1 Liter.

Senioren kämpfen mit den Kilos

Und dann ist da noch das Problem mit den überschüssigen Pfunden: Während die Anzahl übergewichtiger Kinder leicht zurückgegangen ist, kämpfen vor allem Senioren mit den Kilos: So haben laut Studie 74 Prozent der Männer und 63 Prozent der Frauen zwischen 70 und 74 Jahren zu viel Gewicht, was die Experten auch auf Bewegungsmangel zurückführen. Bundesweit seien etwa 60 Prozent der Männer und 43 Prozent der Frauen zu dick.

Wandernde Senioren
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Diese Rentner machen's richtig im Kampf gegen überschüssige Pfunde. Denn viele Senioren sind zu dick und meistens bewegen sie sich zu wenig

In einer anderen, internationalen Studie mit dem Titel "Global Burden of Disease Study 2010 (GBDS 2010)", die kürzlich in London veröffentlicht worden war, hieß es, dass in den vergangenen zehn Jahren Fettleibigkeit zum großen Problem geworden sei. Lag diese 1990 noch auf Platz zehn der größten Gesundheitsrisiken, ist sie nun auf Platz sechs in der Welt. Mehr als drei Millionen Todesfälle seien 2010 auf einen zu hohen Body-Maß-Index zurückzuführen gewesen. Für diese Studie waren Daten aus 187 Länder ausgewertet worden.

Unterdessen macht die Europäische Union beim Thema Essen und Gesundheit weiter Druck auf die Hersteller: Lebensmittel dürfen nämlich jetzt nur noch eingeschränkt mit Gesundheitsbotschaften beworben werden.

Stand: 14.12.2012 14:05 Uhr

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