Dämmschutzplatten aus Styropor liegen vor einer Passivhäuserzelle in einem Neubaugebiet in Darmstadt.

Kosten übersteigen laut Studie Einsparungen Energetische Gebäudesanierung zu teuer?

Stand: 30.03.2013 11:05 Uhr

Die Kosten der energetischen Sanierung übersteigen laut einer Studie die Einsparungen deutlich. Die "Welt" berichtet unter Berufung auf eine Studie für die staatliche Förderbank KfW, auch die zusätzlichen finanziellen Aufwendungen für den Neubau energiesparender Wohngebäude rentierten sich nicht. Die Investitionen ließen sich "nicht allein aus den eingesparten Energiekosten finanzieren", schreibe die KfW in ihrem Bericht.

Um den Heizenergieverbrauch in deutschen Wohngebäuden wie von der Regierung geplant bis 2050 um 80 Prozent zu senken, sind der Studie zufolge bis dahin Investitionen in Höhe von 838 Milliarden Euro nötig. Im Gegenzug könnten jedoch nur Energiekosten in Höhe von 370 Milliarden Euro eingespart werden. Für den Verlust müssten sowohl Eigentümer als auch Mieter und Steuerzahler aufkommen, die direkt, indirekt oder über Förderinstrumente den energetischen Umbau mitbezahlen.

Waldbesitzer wollen sich gegen "Enteignung" wehren

Philipp Freiherr zu Guttenberg, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände
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Waldbesitzer-Chef zu Guttenberg sieht seine Klientel ungerecht behandelt.

Die deutschen Waldbesitzer drohen unterdessen mit einer Klage gegen die Energiewende. Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW), Philipp Franz zu Guttenberg, kritisierte in der "Süddeutschen Zeitung" die Entschädigungsregelungen beim Bau neuer Stromtrassen: "Wir werden enteignet, mit zehn bis 20 Prozent des Wertes einmalig abgespeist und verlieren aber unsere Produktions- und Lebensgrundlage für immer." Das sei nicht gerecht, denn andererseits verdienten sich die privaten Netzbetreiber mit einer staatlich garantierten Rendite von neun Prozent eine goldene Nase.

Die Waldbesitzer forderten deshalb "faire, sachgerechte Entschädigungen". Sollte es keine Einigung geben, werde man klagen, kündigte Guttenberg an. Der AGDW vertritt rund zwei Millionen private Waldbesitzer in Deutschland.

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