Gabriel zu Energielieferungen Keine Alternative zu russischem Gas

Stand: 28.03.2014 04:44 Uhr

Zum Import von Erdgas aus Russland gibt es nach Ansicht von Vizekanzler Sigmar Gabriel "keine vernünftige Alternative". In der Debatte über die Abhängigkeit Europas von russischem Öl und Gas werde fälschlicherweise so getan, als bestünden viele andere Möglichkeiten, kritisierte der Wirtschaftsminister und SPD-Chef auf einem Energieforum der "Neuen Osnabrücker Zeitung", wie das Blatt berichtete. Dies sei nicht richtig.

Gabriel fürchtet keinen Lieferstopp

Gabriel warnte zugleich vor "Panikmache" und übergroßer Furcht vor einem eventuellen Lieferstopp Moskaus. "Selbst in finstersten Zeiten des Kalten Krieges hat Russland seine Verträge eingehalten", betonte der Minister.

Absperrhahn an einer Pipeline bei Kiew | Bildquelle: AFP
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Szenarien, Russland könnte den Gashahn zudrehen, hält Gabriel nicht für realistisch.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte wenige Stunden zuvor wegen des Konflikts mit Moskau um die Krim eine Reduzierung der Abhängigkeit von russischen Energielieferungen gefordert. "Es wird eine neue Betrachtung der gesamten Energiepolitik geben", sagte sie nach einem Gespräch mit dem kanadischen Premierminister Stephen Harper. Sie hatte sich zugleich dafür ausgesprochen, die Energieressourcen Kanadas in die "langfristige Orientierung" einzubeziehen.

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