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Entscheidung über Exzellenzinitiative
Fünf Neue im Kreis der Elite-Unis
Die Forschungsminister von Bund und Ländern sowie Vertreter der Wissenschaft haben sich darauf geeinigt, welche Hochschulen als Elite-Unis speziell gefördert werden: Neu in der Spitzengruppe der deutschen Hochschulen sind die Humboldt-Universität Berlin, die Universitäten in Bremen, Köln und Tübingen sowie die TU Dresden.
Ihren Status behielten die beiden Münchener Universitäten, die FU Berlin, Konstanz, Heidelberg, und die RWTH Aachen. Außerdem wurden in weiteren Förderkategorien 45 Graduiertenschulen und 43 Forschungsprojekte ausgewählt.
Zu den Absteigern gehört überraschend die Universität Karlsruhe, die wegen ihrer Zusammenarbeit mit der außeruniversitären Forschung besonders im Blickfeld der Bildungspolitik steht. Auch Göttingen und Freiburg verlieren ihren bisherigen Elite-Status.
Elite-Unis - Beispiel Dresden
tagesschau 20:00 Uhr, 15.06.2012, Andreas Franz, MDR
Wissenschaftsstandort Deutschland soll gestärkt werden
Mit der Exzellenzinitiative will der Staat die Spitzenforschung in Deutschland stärken und den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Dafür stellen Bund und Länder Milliarden bereit. Sie riefen das Programm 2005 ins Leben. 2006 und 2007 wurden die ersten Hochschulen für die Finanzspritze ausgewählt.
In der zweiten Phase werden jetzt drei Bereiche gefördert: Graduiertenschulen zur Betreuung von Doktoranden, ressortübergreifende Forschungsprojekte (Exzellenzcluster) sowie der Ausbau von Hochschulen zu "Elite-Universitäten". Finanziert wird die Initiative zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent von den Ländern, in denen die geförderten Hochschulen ihren Standort haben.
Von 2012 bis 2017 gehen nun weitere 2,7 Milliarden Euro an ausgewählte Hochschulen. Das Geld fließt zum einen an die erfolgreichen Neubewerber und zum anderen an die Projekte aus der ersten Phase, die verlängert wurden.
Schavan: "Schub" für die Wissenschaft
Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) würdigte den Wettbewerb als "Schub" für das deutsche Wissenschaftssystem. Es sei international stärker sichtbar geworden, werde weltweit sehr geschätzt und übe auch eine große Anziehungskraft aus.
Der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Matthias Kleiner, sagte, die bewilligten Projekte seien von mehr als einem Drittel der Universitäten gekommen. "Das zeigt, dass Spitzenforschung in Deutschland breit und vielfältig aufgestellt ist." Beeindruckend sei zudem die hohe Qualität der eingereichten Anträge, von denen etwa 70 Prozent bewilligt wurden.
Stand: 15.06.2012 20:09 Uhr
