EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm bei seiner Rede zur EKD-Synode in Magdeburg. | Bildquelle: dpa

Eröffnungsrede zur EKD-Synode Klare Kante zeigen gegen Rechts

Stand: 06.11.2016 14:03 Uhr

In seiner Eröffnungsrede zur Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland fordert der Ratsvorsitzende Bedford-Strohm Widerstand gegen Rechtsextremismus. Man müsse klare Kante zeigen gegenüber Versuchen, völkisches Gedankengut wieder salonfähig zu machen.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, ruft zu entschiedenem Widerstand gegen Rechtsextremismus auf. "Wir müssen klare Kante zeigen gegenüber allen Versuchen, völkisches Gedankengut und rechtsextremistische Kampfrhetorik in unserem Land wieder salonfähig zu machen", sagte der EKD-Ratsvorsitzende zum Auftakt EKD-Synodentagung in Magdeburg. Weltweit würden rechtspopulistische Bewegungen Ängste schüren, das politische Klima vergiften und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden.

"Kein Diskussionsverbot - ein Hetzverbot schon"

Zu Beginn der Tagung wandte sich Bedford-Strohm konkret gegen hasserfüllte Kommunikation im Internet: "Nicht das Gespräch oder der Diskurs mit anderen wird gesucht, sondern eine militante Verstärkung der eigenen Vorurteile und des eigenen Hasses." Echte Kommunikation werde zum Versiegen gebracht. "Es geht nicht um Diskussionsverbote. Um Hetzverbote geht es aber schon", so der EKD-Ratsvorsitzende. Wer unter dem "Deckmantel der Meinungsfreiheit" gegen andere hetzt, müsse gestoppt werden.

EKD-Synode in Magdeburg
tagesschau 20:00 Uhr, 06.11.2016, Christian Dreißigacker, MDR

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Schwerpunktthema der viertägigen EKD-Jahrestagung ist "Europa in Solidarität". Mit Bezug auf das Tagungsthema warnte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in einem Grußwort vor zu harscher Kritik angesichts der zögerlichen Aufnahme von Flüchtlingen in einem Teil der osteuropäischen EU-Mitgliedsländer. "Es hilft nichts", so Schäuble. In Europa gebe es sehr unterschiedliche Erfahrungen mit Flüchtlingen, die Einfluss auf die Politik hätten. Die unterschiedliche Haltung dürfe nicht dazu führen, das "Geschenk" der überwundenen Teilung Europas zu gefährden: «Wir müssen das verhandeln, verstehen, ausgleichen."

Die EKD-Synode

Die EKD-Synode ist das Parlament und damit eines von drei Leitungsgremien der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) - neben dem Rat und der Kirchenkonferenz. Sie hat 120 Mitglieder, sogenannte Synodale, die die 20 Landeskirchen mit rund 22,3 Millionen Gläubigen vertreten. Von den Delegierten sind 100 durch die Synoden der Mitgliedskirchen gewählt, weitere 20 wurden vom Rat der EKD berufen. Die Synode kommt in der Regel einmal jährlich im Herbst an wechselnden Orten zusammen. Sie berät und beschließt über Vorlagen und Kirchengesetze. Das Kirchenparlament wird jeweils für die Dauer von sechs Jahren gebildet.

Klare Kante gegen Rechtspopulismus
T. Kleinjung, ARD Rom, zzt. Magdeburg
06.11.2016 17:43 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. November 2016 um 17:15 Uhr.

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