Die undatierte Computergrafik zeigt den gemeinsamen Entwurf der Choreographin Sasha Waltz und der Stuttgarter Szenografen Milla für das Einheitsdenkmal | Bildquelle: dpa

Einigung im Streit um Denkmal "Einheitswippe" soll doch gebaut werden

Stand: 14.02.2017 16:12 Uhr

Die Idee für ein Einheitsdenkmal stammt aus dem Jahr 1999. Acht Jahre später beschloss der Bundestag den Bau der "Wippe" in Berlin. Dann aber gab es Streit ums Geld, weshalb das Projekt gestoppt wurde. Heute nun die Überraschung: Das Denkmal soll doch kommen.

Nach einem beispiellosen Hin und Her soll das Einheits- und Freiheitsdenkmal in Berlin nun doch wie geplant gebaut werden. Darauf verständigten sich die Fraktionsspitzen von Union und SPD, wie beide Seiten mitteilten.

Der Entwurf der Stuttgarter Architekten Johannes Milla und Sebastian Letz sieht eine riesige Wippe vor, die in Bewegung kommt, wenn viele Besucher sie gemeinsam betreten. Diese sogenannte Einheitswippe war aber im vergangenen April wegen drohender Kostenexplosion vom Haushaltsausschuss des Bundestages gestoppt worden. Die Entscheidung hatte viel Kritik hervorgerufen.

Spatenstich bereits in Kürze?

"Das Freiheit- und Einheitsdenkmal in Berlin kommt so wie vom Deutschen Bundestag 2007 und 2008 beschlossen", teilten nun Unionsfraktionsvize Michael Kretschmer und der kulturpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Marco Wanderwitz, überraschend mit. Sowohl an dem Entwurf als auch am Standort nahe dem im Bau befindlichen Berliner Stadtschloss solle festgehalten werden. "Die Baugenehmigung liegt vor. Daher sollte der schwierige jahrelange Weg dorthin nun bald mit einem Spatenstich quittiert werden", fügten die beiden CDU-Politiker hinzu.

Einheitsdenkmal soll gebaut werden
Nachtmagazin 00:15 Uhr, 15.02.2017, Julia Krittian, ARD Berlin

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"Nun ist es wieder zurückgekippt"

Der nun getroffene Beschluss geht auf eine Einigung der Fraktionschefs von Union und SPD, Volker Kauder (CDU), Gerda Hasselfeldt (CSU) und Thomas Oppermann (SPD), zurück. In Deutschland gebe es "so viele Denkmäler für Kriegsherren", sagte Oppermann. Nun müsse auch "Freiheit und Einheit" ein Denkmal gesetzt werden. Zu dem Hin und Her bei der Entscheidung sagte er: "Das ist ja eine Wippe, eine Waage, die in Bewegung ist, 'Menschen in Bewegung' heißt das Denkmal, nun ist es wieder zurückgekippt."

Das Denkmal soll an die friedliche Revolution 1989 und an die Wiedervereinigung erinnern. Statt ursprünglich zehn Millionen sind inzwischen 15 Millionen Euro für das Monument vorgesehen. Über den Bau muss nun erneut der Haushaltsausschuss des Bundestags entscheiden. Kretschmer äußerte sich jedoch zuversichtlich, dass der Ausschuss zustimmen wird.

Jetzt wird gewippt: Einheitsdenkmal kommt
A. Ulrich, ARD Berlin
14.02.2017 17:29 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Februar 2017 um 17:00 Uhr.

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