Hennen betrachten ein Ei. | Bildquelle: dpa

Eier-Skandal Bauernverband fordert Schadenersatz

Stand: 05.08.2017 05:10 Uhr

Der Bauernverband fordert im Skandal um die mit Fipronil belasteten Eier Schadenersatz für betroffene Hühnerbetriebe. Bislang sind vier Betriebe in Deutschland gesperrt. Ihnen entstünde jeweils ein Schaden von rund 4000 Euro am Tag.

Im Eier-Skandal fordert der Deutsche Bauernverband (DBV) Schadenersatz für alle Hühnerbetriebe, die von dem illegalen Einsatz des Insektizids Fipronil betroffen sind. "Die betroffenen Landwirte dürfen nicht auf ihren Schäden sitzen bleiben und müssen entschädigt werden", sagte der stellvertretende DBV-Generalsekretär Udo Hemmerling den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Bei dem Fipronil-Einsatz handele es sich "um ein klares Fehlverhalten eines Dienstleisters, der dieses Insektizid illegal einem legalen Desinfektionsmittel untergemischt hat", betonte Hemmerling. Er forderte von Bund und Ländern eine schnelle Aufklärung des Falls.

Aktuell sind bundesweit vier Betriebe wegen Fipronil-Funden gesperrt, weitere werden überprüft. "Einem typischen gesperrten Betrieb entsteht täglich ein Schaden von rund 4000 Euro an Umsatzverlust. Der Verursacher muss diesen finanziellen Schaden begleichen", forderte Hemmerling.

Vermutlich wurde das Fipronil von einem belgischen Hersteller beigemischt - es handelt sich um ein Kontaktgift, das gegen Hautparasiten wirkt. Die Anwendung bei lebensmittelliefernden Tieren ist nicht erlaubt. In hohen Dosen kann Fipronil auch für Menschen gefährlich sein. Wie genau es auf Menschen wirkt, ist nicht bekannt.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 04. August 2017 um 15:00 Uhr und die Tagesschau am 05. August 2017 um 04:45 Uhr.

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