Mutter mit Kind

"Düsseldorfer Tabelle" wird angepasst Mehr Geld für Trennungskinder

Stand: 07.11.2016 16:56 Uhr

Unterhaltspflichtige müssen ab kommendem Jahr in der Regel mehr für ihre getrennt lebenden Kinder bezahlen. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht gab die neuen Richtwerte bekannt, die als "Düsseldorfer Tabelle" in ganz Deutschland angewendet werden.

Trennungskinder in Deutschland haben zum Jahreswechsel Anspruch auf höheren Unterhalt. In der neuen, bundesweit angewendeten "Düsseldorfer Tabelle" werden die Mindestbedarfssätze von unterhaltsberechtigten Kindern zum 1. Januar 2017 erhöht. Das teilte das Düsseldorfer Oberlandesgericht mit.

Selbstbehalt bleibt gleich

Der Mindestunterhalt für Kinder bis zum fünften Lebensjahr steigt um sieben Euro auf 342 Euro. Sechs- bis Elfjährige haben Anspruch auf 393 Euro (plus neun Euro). Zwölf- bis 17-Jährige bekommen 460 statt 450 Euro monatlich. Der Mindestbedarf für ein volljähriges Kind steigt um elf Euro auf 527 Euro. Entsprechend des Nettoeinkommens der Unterhaltspflichtigen steigt der Betrag je Einkommensklasse gestaffelt.

Der Selbstbehalt für die Unterhaltspflichtigen ändert sich nicht. Er liegt bei nicht Erwerbstätigen bei monatlich 880 Euro und bei Erwerbstätigen bei 1080 Euro. Zuletzt war der Wert zum 1. Januar 2015 angehoben worden.

"Düsseldorfer Tabelle"
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Die "Düsseldorfer Tabelle" legt seit 1962 den Unterhalt für Trennungskinder fest.

Kindergeld soll steigen

Darüber hinaus soll 2017 auch das Kindergeld steigen. Die Erhöhung solle Mitte Dezember endgültig festgelegt werden, danach werde die Tabelle erneut angepasst, teilte das Oberlandesgericht mit. Auf den Bedarf des Kindes ist bei minderjährigen Kindern das halbe, bei volljährigen das volle Kindergeld anzurechnen. Die "Düsseldorfer Tabelle" existiert seit 1962 und dient als Richtlinie zur Bemessung des angemessenen Kindesunterhalts. Die nächste Änderung wird voraussichtlich zum 1. Januar 2018 erfolgen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 07. November 2016 um 17:22 Uhr.

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