Drohne | Bildquelle: dpa

Verkehrsministerium plant Führerschein Schärfere Vorgaben für Drohnenpiloten

Stand: 08.11.2015 13:46 Uhr

Die Zahl an Drohnen in Deutschland wächst, nun will das Verkehrsministerium deren Nutzung besser kontrollieren. Gewerbliche Drohnenpiloten benötigen demnach einen Führerschein, eine Kennzeichnungspflicht ist geplant. Auch die private Nutzung soll eingeschränkt werden.

Angesichts der steigenden Zahl von Drohnen plant das Bundesverkehrsministerium schärfere Vorgaben für deren Nutzung: So sollen gewerbliche Nutzer für die ferngelenkten Fluggeräte einen Führerschein brauchen und alle Drohnen ab 500 Gramm Gewicht einer Kennzeichnungspflicht unterliegen. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild am Sonntag".

Gewerbliche Nutzer von Drohnen müssen den Plänen zufolge ihre "fliegerischen und luftrechtlichen Kenntnisse" in einer Prüfung nachweisen. Die Lizenz wird demnach durch das Luftfahrt-Bundesamt erteilt. Die Kennzeichnungspflicht für alle Drohnen ab 500 Gramm wird eingeführt, um bei Missbrauch oder Unfällen den Verursacher identifizieren zu können.

Die Neuregelung sieht zudem ein Verbot von privaten Drohnenflügen über bestimmten Gebieten vor. Dazu zählen unter anderem Industrieanlagen, Justizvollzugsanstalten, militärische Anlagen, Unglücksorte oder Katastrophengebiete.

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