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Dossier
Bundespräsident Wulff gibt auf
Abgang auf Raten
Am Ende wurde der Druck zu groß: Nachdem die Staatsanwaltschaft Hannover die Aufhebung seiner Immunität beantragt hat, ist Bundespräsident Wulff zurückgetreten. Vorausgegangen war eine endlos anmutende Hängepartie: Trotz immer neuer Vorwürfe - sei es im Zusammenhang mit dem umstrittenen Privatkredit, den Ferien in Villen von Freunden oder den offenen Fragen rund um den "Nord-Süd-Dialog" - beharrte Wulff darauf, im Amt zu bleiben. tagesschau.de zeichnet die Debatte um Wulff nach.
Großer Zapfenstreich für Wulff
Knapp drei Wochen nach seinem Rücktritt ist Ex-Bundespräsident Wulff verabschiedet worden. Der Große Zapfenstreich im Park von Schloss Bellevue fiel jedoch kleiner aus als geplant. Viel politische Prominenz blieb der Zeremonie fern. Lautstarker Protest von rund 250 Demonstranten begleitete die Abschiedsfeier. [mehr]
Wulffs Rede im Wortlaut
Mit einem Bekenntnis zum Dialog der Kulturen und einem Plädoyer für eine lebendige Demokratie hat sich Ex-Bundespräsident Wulff verabschiedet. "Vielfalt, Weltoffenheit, Freiheit und sozialer Ausgleich - das macht unser Land aus und stark", sagte Wulff vor dem Großen Zapfenstreich. Die Rede im Wortlaut. [mehr]
Fragen und Antworten
In der Affäre um Bundespräsident Wulff hat die Staatsanwaltschaft Hannover einen Anfangsverdachts wegen der Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung. ARD-Rechtsexperte Frank Bräutigam klärt die juristischen Fragen dazu. [mehr]
Die Rolle des deutschen Staatsoberhaupts
Integer, integrierend, überparteilich - schon die "Stellenbeschreibung" für das oberste Amt im Staat ist anspruchsvoll. Denn die Macht des Bundespräsidenten leitet sich von seiner Glaubwürdigkeit ab. Bei Wulff ist diese angekratzt. Doch das Amt wird gebraucht. Von Wenke Börnsen. [mehr]
Chronik zur Causa Wulff
Unbezahlte Urlaube, Verdacht der Vetternwirtschaft und der Vorteilsnahme - und immer neue Windungen und Ungereimtheiten im Fall Wulff. Details kommen nur scheibchenweise ans Licht, der Bundespräsident selbst äußert sich nur spärlich. Wann wurde was bekannt? Wie reagierte Wulff? tagesschau.de gibt einen Überblick. [mehr]
Ein Porträt
Immer ganz nah an der Seite von Christian Wulff - so kannte man Olaf Glaeseker. Engster Berater, Vertrauter, Freund, zuletzt wurde Glaeseker sogar der "Präsidentenflüsterer" genannt. Er war der Mann im Hintergrund - bis zu seiner überraschenden Entlassung kurz vor Weihnachten. Ein Kurzporträt. [mehr]
Interview mit ARD und ZDF
Wochenlang war der Druck auf Bundespräsident Wulff wegen Krediten, Urlaubsreisen und seiner Drohanrufe bei Medien gestiegen - jetzt hat er sich in einem TV-Interview den Fragen von ARD-Hauptstadtstudioleiter Deppendorf und seiner ZDF-Kollegin Schausten gestellt. Sehen Sie das gesamte Interview. [video]
Interview mit Politikberater Spreng
Wie ist der Auftritt des Bundespräsidenten zu bewerten? Politikberater Spreng meint im Gespräch mit tagesschau.de, dass es für Wulff ein langer Prozess werde, seine Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. Er sei ein in seiner Autorität sehr geschwächter Präsident. Wulff habe nicht das Amt, sondern sich selbst beschädigt. [mehr]
ARD-Korrespondent Borchers zur Erklärung von Wulffs Anwälten
Eine Transparenz, "die neue Maßstäbe" setzt, hatte Bundespräsident Wulff angekündigt. Doch heraus kam eine knappe Erklärung seiner Anwälte - mit wenig Neuem. ARD-Korrespondent Jens Borchers kritisiert im Interview mit tagesschau.de, Wulff habe hohe Erwartungen geweckt - und kaum erfüllt. [mehr]
Internetdiskussionen über Wulff (04.01.2012)
Die "Causa Wulff" sorgt im Internet für viel Diskussion. Einige User setzen dabei statt auf Sachlichkeit lieber auf Satire, um zu verdeutlichen, was sie vom umstrittenen 500.000-Euro-Privatkredit und vom Krisenmanagement des Bundespräsidenten halten. Von Daniel Satra [video]
Interview mit Ex-Spiegel-Chef Aust (02.01.2012)
Bundespräsidiale Tiraden auf der Mailbox: Wulffs Interventionen bei der "Bild"-Zeitung haben für Wirbel gesorgt. WDR 2 sprach mit Ex-"Spiegel"-Chefredakteur Aust über ein "politisches Selbstmordkommando", die journalistischen Interessen der "Bild"-Zeitung und die Zukunft des Staatsoberhaupts. [mehr]
Finanzexperte zu Wulffs Bankkredit (23.12.2011)
Maximal 2,1 Prozent Zinsen für einen Kredit über 520.000 Euro - für die Verbraucherzentrale Hamburg Konditionen, die selbst bei einem Top-Kunden nur schwer nachvollziehbar seien. Die Bank verdiene damit kein Geld. Laut "Spiegel" hatte die BW-Bank Bundespräsident Wulff einen Kredit zu diesen Bedingungen gewährt. [mehr]
Moral-Experte sieht Vertrauen in Wulff beschädigt (21.12.2011)
Lügen, Fehlentscheidungen, vergessener Anstand - die Gründe für den Rücktritt eines Politikers sind vielfältig, ihr Umgang mit Vorwürfen auch. Im Fall Wulff sieht der Moral-Experte Erlinger das Vertrauen beschädigt. Um es wieder herzustellen, bedürfe es der ganzen Wahrheit, sagte er in der ARD. [mehr]
Wulffs Kritik an Rau und Schröder (20.12.2011)
Bundespräsident Wulff steht unter Druck: wegen eines Kredits, einer Flugreise und einer Kampagne des Unternehmers Maschmeyer. Wulff weist Forderungen nach einem Rücktritt zurück. Vor Jahren ging er wegen ähnlicher Affären mit Bundes- und Ministerpräsidenten hart ins Gericht - aus Sorge um die "Würde des Amtes". [mehr]
Wulff gewährt Akteneinsicht (20.12.2011)
Mit mehr Transparenz aus der Defensive: In einer Berliner Kanzlei konnten Journalisten Einblick in die Verträge über den umstrittenen Privatkredit von Bundespräsident Wulff nehmen. Jens Borchers nahm die Gelegenheit wahr und stellte fest: Viele Fragen blieben unbeantwortet. [mehr]
Interview zum Privatkredit von Wulff (14.12.2011)
Ein Privatkredit, ein Urlaub in der Villa eines Freundes in Florida, ein stark vergünstigter Flug: Wie ist das Verhalten von Bundespräsidenten Wulff zu werten? Politikwissenschaftler Wolfgang Seibel attestiert dem Staatsoberhaupt im Gespräch mit tagesschau.de einen verblüffenden Mangel an moralischer Sensibilität. [mehr]