Dossier
Dossier zum Atomausstieg
Erneuerbar statt atomar
Ursprünglich war es ein "grünes" Anliegen, nun hat es die schwarz-gelbe Bundesregierung beschlossen: Bis 2022 ist in Deutschland Schluss mit der Atomkraft. Doch wie wird der Umstieg auf erneuerbare Energien geschafft? Und wer verfolgt dabei welche Interessen?
Zustimmung im Bundesrat
Der Bundestag hat es Ende Juni vorgemacht, jetzt stimmte auch die Länderkammer zu: Der stufenweise Atomausstieg bis 2022 ist beschlossen. Damit ist auch das sofortige Aus für acht Atomkraftwerke endgültig. Der Bundesrat stoppte jedoch das Gesetz für eine stärkere Förderung von Gebäudesanierungen. [mehr]
Hintergrund
Die Bundesregierung hatte nach dem Super-GAU in Japan eine Kehrtwende in der Atompolitik vollzogen - von der Laufzeitverlängerung hin zum raschen Ausstieg. Dafür müssen mehrere Gesetze geändert werden. tagesschau.de gibt einen Überblick über die Chronologie. [mehr]
Die Pläne der Bundesregierung
"Schnellstmöglicher Ausstieg" - so lautet das Ziel der Bundesregierung. Nun liegt der Beschluss auf dem Tisch: Bis Ende 2022 soll das letzte AKW vom Netz gehen. Wie sieht der Zeitplan im Einzelnen aus? Was sagt die Ethik-Kommission? Wo kommt der Strom künftig her? tagesschau.de beantwortet die wichtigsten Fragen. [mehr]
Hintergrund
Gorleben - und nur Gorleben - sollte erneut erkundet werden, meint die schwarz-gelbe Koalition. Es gebe auch andere Orte, Gorleben sei ungeeignet, sagt die rot-grüne Opposition. Doch welche Voraussetzungen muss ein Standort eigentlich erfüllen, um als Atommüll-Endlager zu taugen? Alice Thiel-Sonnen erklärt es. [mehr]
Hintergrund
Ein modernes Windrad bringt eine Leistung von sechs Megawatt, ein mittleres Kernkraftwerk kommt auf etwa 1200 Megawatt. Nach dieser Rechnung könnten also 200 große Windräder ein Atomkraftwerk ersetzen - soweit die Theorie. In der Praxis zählen aber ganz andere Faktoren, erklärt Axel Weiß. [mehr]
Regierung beschließt Atomausstieg (30.05.2011)
Atomausstieg bis 2022, Ausbau erneuerbarer Energien: Als eine "riesige Chance für kommende Generationen" hat Kanzlerin Merkel die Energiewende bezeichnet. Sie gestand ein: Nach der für sie unvorstellbaren Havarie in Fukushima habe sie die Rolle der Kernenergie neu überdenken müssen. [mehr]
Neue Kabel für die Energiewende
Zu den acht Gesetzen der Energiewende zählt neben dem Atomausstieg auch der Netzausbau: Ein Milliardenprojekt, für das in den nächsten Jahrzehnten bis zu 380.000 Kilometer neue Kabel quer durch die Republik verlegt werden müssen. tagesschau.de beantwortet die wichtigsten Fragen. [mehr]
Auslandsreaktionen auf Ausstiegsbeschluss (30.05.2011)
Die deutschen Atomausstiegspläne stoßen im Ausland auf wenig Gegenliebe. Aus Frankreich etwa ist von politischer Augenwischerei die Rede. Schweden kritisierte, wichtiger als ein Datum sei, dass Deutschland endlich erneuerbare Energien ausbaue. Nur aus Österreich kommen freundliche Töne. [mehr]
Ausstieg endet an Landesgrenze
Die Deutschen mögen vor dem endgültigen Atomausstieg stehen, doch dieser Ausstieg endet an der Landesgrenze: Von Deutschlands neun Nachbarstaaten setzen momentan fünf auf Atomkraft, und Polen steht vor dem Einstieg. Eine Übersicht über die Kernenergie jenseits unserer Grenzen. [mehr]
Oettinger stellt AKW-Stresstest vor (25.05.2011)
Wochenlang hatte Energiekommissar Oettinger mit den EU-Staaten über die Kritierien für den AKW-Stresstest gestritten - jetzt verkündete er die Einigung. Der Test soll Gefahren durch Naturkatastrophen, menschliche Fehler und Flugzeugabstürze prüfen - nicht aber durch Terror. Katrin Brand berichtet. [mehr]
Endlagersuche weltweit (02.11.2010)
Trotz jahrzehntelanger Nutzung der Atomenergie gibt es weltweit noch kein einziges Endlager für hoch radioaktiven Müll. In Europa soll sich das bald ändern, wenn sich die EU-Kommission mit ihren Plänen durchsetzt. tagesschau.de gibt einen Überblick über bestehende Pläne - von Finnland bis China. [mehr]