Dortmunder Spieler nach der Niederlage gegen Monaco | Bildquelle: AP

BVB-Spiel nach Anschlag "Wir sind keine Tiere"

Stand: 13.04.2017 12:01 Uhr

"Wir wurden behandelt wie Tiere". Mit drastischen Worten haben die Dortmunder Spieler die schnelle Neuansetzung ihrer Partie gegen Monaco kritisiert. Trainer Tuchel ging die UEFA an - er habe sich "ohnmächtig" gefühlt. Die UEFA wies die Vorwürfe zurück.

Nach dem verlorenen Spiel des BVB gegen AS Monaco haben Spieler und Verantwortliche die Neuansetzung der Partie kritisiert. Keine 24 Stunden nach dem Anschlag wieder auf dem Platz stehen zu müssen, sei keine leichte Aufgabe gewesen, sagte Mannschaftskapitän Marcel Schmelzer.

Interview mit Marcel Schmelzer, Kapitän Borussia Dortmund
nachtmagazin 00:10 Uhr, 13.04.2017, Harald Grundmann, WDR

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Tuchel teilt aus: "Als wäre eine Bierdose gegen den Bus geflogen"

Sein griechischer Mannschaftskollege Sokratis wurde noch deutlicher: "Wir haben Familien mit Kindern zu Hause und wir sind keine Tiere. Ich bin froh, dass alle Spieler und Vereinsmitarbeiter am Leben sind. Ich fühle mich wie ein Tier und nicht wie ein Mensch. Wer das nicht durchgemacht hat, weiß nicht, wie schlimm das für uns war." Auch BVB-Spieler Nuri Sahin äußerte sich emotional. "Ich weiß, dass der Fußball wichtig ist. Wir sind aber auch nur Menschen."

BVB-Trainer Tuchel | Bildquelle: dpa
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Kritisierte die UEFA für die schnelle Neuansetzung des Champions-League-Spiels: Thomas Tuchel.

Dortmunds Trainer Thomas Tuchel fühlte sich angesichts des schnellen Nachholtermins "ohnmächtig". "Wir wurden überhaupt zu keiner Zeit gefragt. Die UEFA hat das in der Schweiz entschieden. Das hat sich nicht gut angefühlt Minuten nach diesem Sprengstoffanschlag. Wir hatten das Gefühl, als wäre eine Bierdose gegen den Bus geflogen", sagte Tuchel mit Blick auf die UEFA-Entscheider. Er selbst habe keinen Einfluss auf einen neuen Termin nehmen können.

Die UEFA wies die Vorwürfe des Trainers zurück. Man habe nie Informationen erhalten, dass eines der Teams das Spiel nicht bestreiten wolle, teilte der Verband mit. "Die UEFA war mit allen Parteien in Kontakt und hat niemals eine Information erhalten, die angedeutet hat, dass eines der Teams nicht spielen wollte", teilte der Kontinentalverband mit. Die Entscheidung, das Spiel des Fußball-Bundesligisten gegen AS Monaco am Mittwoch anzupfeifen, sei "in Kooperation und kompletter Zustimmung mit Clubs und Behörden" getroffen worden.

Spahn: "Bei Toten hätte es kein BVB-Spiel gegeben"

Nicht nur in Dortmund wird der Spieltermin kritisch gesehen. Der deutsche Nationalspieler Toni Kroos sagte: "Dass die Spieler heute direkt auflaufen müssen, ist nicht ideal." Darmstadts Trainer Thorsten Frings hatte die UEFA-Planung bereits am Mittwoch eine "absolute Frechheit" genannt.

Der Grund für die schnelle Neuansetzung erklärt sich vor allem mit der engen Taktung der Spiele beider Mannschaften. Jeder übliche Termin an Wochenenden sowie Werktagen in den kommenden Wochen war bereits belegt.

Der künftige Sicherheitschef des Fußball-Weltverbandes FIFA verteidigte die Ansetzung des Spiels. "Wenn wir einknicken, machen wir genau das, was diese Kriminellen wollen", sagte Helmut Spahn der "FAZ". Er wird ab dem 2. Mai FIFA-Sicherheitschef. Nach einer Attacke wie auf den BVB-Mannschaftsbus am Dienstag müsse aber abgewägt werden: "Wenn es Tote gegeben hätte, hätte natürlich kein Spiel stattgefunden", versicherte der Sicherheitschef der WM 2006 in Deutschland.

Der Kommentar von Michael Stempfle, ARD Berlin zum Anschlag in Dortmund
tagesthemen 22:55 Uhr, 12.04.2017

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Islamistisches Motiv "möglich"

Politiker und Sportler verurteilten den Anschlag. "Wir wollen zeigen, dass Terror und Hass unser Handeln niemals bestimmen dürfen", betonte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und verteidigte so gleichzeitig die Ansetzung des Nachholspiels nur einen Tag nach dem Anschlag. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich entsetzt über den Anschlag: "Das ist eine widerwärtige Tat." Merkel dankte dem BVB, der Polizei und den Fans für ihr besonnenes Verhalten.

Anschlag in Dortmund – Fußballer im Visier
Brennpunkt, 12.04.2017

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Über dieses Thema berichtete am 12. April 2017 der ARD-Brennpunkt um 20:15 Uhr und das nachtmagazin um 00:09 Uhr.

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