Beschäftigte in einem Großraumbüro | Bildquelle: picture-alliance/ ZB

Diskriminierung von Homosexuellen "Ausgrenzung, Mobbing, Belästigungen"

Stand: 19.07.2017 12:22 Uhr

Beschimpfungen, körperliche Gewalt, Ausgrenzung: Viele schwule und lesbische Beschäftigte erleben Diskriminierung. Eine neue Studie zeigt aber auch: Inzwischen spricht jeder Dritte mit den Kollegen offen über die sexuelle Identität.

Drei Viertel der lesbischen, schwulen, bisexuellen und transgeschlechtlichen Beschäftigten (LSBT) haben am Arbeitsplatz Diskriminierung erlebt. Das geht aus einer Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes hervor. Knapp 40 Prozent berichteten demnach von sexueller Belästigung, Mehr als zwei von fünf (43,3 Prozent) fühlten sich durch das Verhalten ihrer Kollegen ausgeschlossen.

"Die Befragung zeigt leider deutlich: LSBT-Personen erleben am Arbeitsplatz Ausgrenzung, Mobbing und Belästigungen", sagte die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Christine Lüders, bei der Vorstellung der Ergebnisse in Berlin.

Studie zu Diskriminierung von LSBT-Beschäftigten am Arbeitsplatz
tagesschau 17:00 Uhr, 19.07.2017, Marion von Haaren, ARD Berlin

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Deutlich mehr outen sich am Arbeitsplatz

Die Zahl der Beschäftigten, die am Arbeitsplatz offen mit ihrer sexuellen Identität umgehen, hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Knapp 30 Prozent der Befragten reden laut Studie mit allen Kollegen offen über dieses Thema. Zum Vergleich: 2007 waren es nur knapp 13 Prozent. Ebenfalls rund 30 Prozent sprechen indes mit niemandem oder nur sehr wenigen Kollegen am Arbeitsplatz über ihre sexuelle Identität. Gegenüber 2007 sind es aber deutlich weniger.

Vor zehn Jahren hatten mehr als die Hälfte (52 Prozent) das Thema komplett gemieden. Das restliche Drittel der Beschäftigten wählt aus, mit wem es über seine sexuelle Identität spricht. Auch die Offenheit gegenüber Führungskräften nimmt zu.

"Das gewandelte gesellschaftliche Klima schlägt sich in den Unternehmen nieder", sagte Lüders. "Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können heute offenerer mit ihrer sexuellen Orientierung umgehen als noch vor zehn Jahren. Unternehmen können und sollten das unterstützen - indem sie Diskriminierung sichtbar ahnden und eine offene Unternehmenskultur fördern."

2884 Personen befragt

Für die Studie waren im Frühjahr 2884 lesbische, schwule, bisexuelle und transgeschlechtliche Personen befragt worden. Sie wurde vom Kölner Institut für Diversitiy- und Antidiskriminierungsforschung in Kooperation mit der Hochschule Fresenius erstellt und von der Antidiskriminierungsstelle gefördert. Die Erhebung ist die Neuauflage einer gleichnamigen Untersuchung aus dem Jahr 2007.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 19. Juli 2017 um 14:00 Uhr.

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