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Das mit Dioxin belastete Futtermittel ist inzwischen in neun Bundesländern aufgetaucht. Die Ermittler suchen nach den Ursachen. Fest steht, dass das Futtermittel aus Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt stammt. Mit Dioxin belastet sind Zuckerrübenschnitzel, die als Bestandteil für Tierfutter hergestellt werden. Für Menschen, Tiere und Umwelt geben die Behörden Entwarnung: Eine Gefahr bestehe nicht.
[Bildunterschrift: Proben werden im Labor auf Dioxin untersucht. ]
Die bundesweiten Untersuchungen liefen an, nachdem ein Hersteller aus Euskirchen in Nordrhein-Westfalen Überschreitungen des zulässigen Höchstwertes gemeldet hatte. In Sachsen-Anhalt lieferte eine Zuckerfabrik 35.000 Tonnen der Rübenschnitzel aus, die zu viel Dioxin enthielten. Trotzdem sieht Umweltminister Hermann Ono Aeikens kein Grund zur Panik. Man habe es mit geringfügigen Überschreitungen zu tun: "Gefährdungen durch den Konsum der Produkte - also Fleisch und Milch - sind nicht zu befürchten." Auch die Behörden in Düsseldorf gehen nicht davon aus, dass die Grenzwerte im Endprodukt überschritten werden.
Belastete Schnitzel sind bislang in Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen aufgetaucht. Mit dem Futterzusatz wurden auch Landwirte in den Niederlanden beliefert. Das als Seveso-Gift bekanntgewordene Dioxin kann tödlich wirken. Andere Dioxine lösen Chlorakne aus oder beschleunigen das Wachstum von Krebstumoren.
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