Alternative Mobilität

Dieselfonds-Projekte der Städte Pläne für eine bessere Luft

Stand: 25.11.2017 16:42 Uhr

Mit dem Dieselfonds sollen Städte unterstützt werden, die besonders unter Stickoxid-Emissionen leiden. Die Kommunen warten ungeduldig auf das Geld - denn viele haben bereits konkrete Pläne, die sie damit finanzieren wollen.

Am Dienstag steht der zweite Dieselgipfel im Kanzleramt an - und der Deutsche Städtetag macht beim Thema Dieselfonds mächtig Druck. Denn auch rund vier Monate nach dem ersten Gipfel herrscht bei dem Projekt Stillstand, obwohl viele Städte bereits konkrete Pläne haben. Der Städtetag hat mögliche Sofortmaßnahmen gesammelt. Eine Auswahl der Vorhaben im Überblick:

Köln: Mobilitätsstationen und Fahrradabstellplätze

Die Stadt Köln möchte kurzfristig Mobilitätsstationen aufbauen, den ÖPNV und andere Verkehrsmittel vernetzen sowie übergreifende Informations- und Bezahlsysteme einrichten. Außerdem sollen mehr als 1000 neue öffentliche Fahrradabstellplätze entstehen und die E-Ladeinfrastruktur ausgebaut werden.

Fahrräder an einem Stellplatz in Freiburg | Bildquelle: dpa
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In vielen Städten - wie hier in Freiburg - wird es an den Fahrradstellplätzen eng.

Freiburg: E-Buslinie

Die Stadt Freiburg im Breisgau möchte als Sofortmaßnahme die Umstellung einer Buslinie auf E-Busse vorzeitig umsetzen.

Mainz: Umstellung von Nutzfahrzeugen

Die Stadt Mainz würde kurzfristig 98 Dieselbusse mit Filtertechnologie zur Reduzierung der realen Emissionen nachrüsten und weitere 23 Busse vorgezogen neu beschaffen. Außerdem könnte sie 100 Nutzfahrzeuge der Behörden und der Abfallwirtschaft (zum Beispiel Lkw, Pkw, Geräte, Maschinen) auf emissionsarme- und emissionsfreie Antriebe umstellen.

Wiesbaden: E-Bikes und E-Busse

Die Stadt Wiesbaden will beginnen, die komplette Flotte von 221 Dieselbussen durch batteriebetriebene E-Busse zu ersetzen, Fahrzeuge für die CityBahn beschaffen und das neue, gemeinsam mit Mainz betriebene Fahrradvermietsystem mit 500 E-Bikes ausbauen.

München: batteriebetriebene Kehr- und Baumaschinen

Die Stadt München würde umgehend ein Pilotprojekt beginnen für leichte Nutzfahrzeuge wie batteriebetriebene Kehr- und Baumaschinen und mit Herstellern zusammenarbeiten. Tram- und U-Bahnen zur Erweiterung des ÖPNV-Angebotes würden sofort ausgeschrieben werden.

E-Bus "tankt" an Ladestation | Bildquelle: picture alliance / R. Goldmann
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Viele Städte wollen auf Elektrobusse setzen - hier ein Fahrzeug der Kölner Verkehrsbetriebe.

Nürnberg: mehr Mobilitätsstationen und ÖPNV

Die Stadt Nürnberg würde umgehend weitere Mobilitätsstationen einrichten mit Stellplätzen für Carsharing, Fahrräder und Verleih an Haltestellen des ÖPNV. Außerdem sollen die Busflotte auf elektrischen Antrieb umgestellt und zusätzliche Straßenbahnzüge und U-Bahnwagen angeschafft werden.

Stuttgart: E-Fahrzeuge, Abwrackprämie - und vieles mehr

Stuttgart würde neben vielen anderen Maßnahmen umgehend weitere vollelektrische Fahrzeuge, Pedelecs und E-Roller für Stadtverwaltung und Stadtwerke beschaffen. Außerdem möchte die Stadt eine Abwrackprämie für Mopeds und Motorräder (Krafträder mit Zweitaktmotor) bei Kauf eines Elektro-Zweirades anbieten.

(Quelle: dpa)

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 25. November 2017 um 15:00 Uhr.

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