Zwei DHL-Mitarbeiter stehen vor einem Förderband mit Paketen | Bildquelle: dpa

DHL-Erpressung Suche ohne heiße Spur

Stand: 07.12.2017 11:47 Uhr

Auf der Suche nach dem DHL-Erpresser hat die Polizei weiter keine heiße Spur. Mehr als 100 Hinweise sind bisher eingegangen - ohne Erfolg. Laut einem Medienbericht will der Erpresser zehn Millionen Euro in Bitcoins.

Trotz bislang 113 Hinweisen zum DHL-Erpresser haben die Ermittler bisher keine heiße Spur. Die Sonderkommission "Quer" ermittelt weiter in alle Richtungen. "Es werden mögliche Zeugen befragt und Kontakte zu Hinweisgebern aufgenommen", sagte eine Polizeisprecherin. Zudem wurden bislang zwei Dutzend verdächtige Päckchen gemeldet, die jedoch harmlos waren.

Ein DHL-Mitarbeiter steht in Potsdam an der DHL-Paketstation an der Kantstraße Ecke Roseggerstraße, in der eine Paketbombe aufgegeben wurde. | Bildquelle: dpa
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Ein DHL-Mitarbeiter steht in Potsdam an der DHL-Paketstation, in der eine Paketbombe aufgegeben wurde.

Batterien im Paket

Die vor einer Woche in einer Potsdamer Apotheke entdeckte Paketbombe war nach Aussage der Brandenburger Innenstaatssekretärin Katrin Lange zündfähig. In dem Paket hätten sich mehrere Batterien befunden, sagte sie im Innenausschuss des Landtags. "Es war eine Sprengvorrichtung, die bei einer Umsetzung erhebliche Gefahr für Leib und Leben bedeutet hätte."

An einer Metallbüchse mit Nägeln und einem Polenböller seien mehrere Batterien angeschlossen gewesen. Die Polizei ermittelt wegen räuberischer Erpressung und Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion.

Zehn Millionen in Bitcoins gefordert?

Bereits am 6. November war bei einem Online-Händler in Frankfurt (Oder) eine Paketbombe vom Händler entdeckt und sofort als verdächtig eingestuft worden. Die Polizei geht davon aus, dass beide Pakete vom gleichen Absender stammen.

Laut Informationen der "Bild"-Zeitung sollen der oder die Erpresser zehn Millionen Euro in der Kryptowährung Bitcoins fordern. Zu dem Bericht wollte sich die Polizei nicht äußern.

Polizei rät zu Vorsicht

Die Polizei rät weiter zu Vorsicht bei unbekannten Paketen, die vorrangig an kleinere Unternehmen oder auch Privatleute geschickt werden könnten. Hinweise seien zum Beispiel unbekannte Absender, Rechtschreibfehler oder auch aus dem Paket ragende Drähte.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 07. Dezember 2017 um 12:00 Uhr.

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