Fans zünden beim DFB-Pokalspiel zwischen Rostock und Hertha BSC Berlin eine Fahne an. | Bildquelle: REUTERS

Dialog mit den Fans DFB verzichtet auf Kollektivstrafen

Stand: 16.08.2017 11:23 Uhr

Nach den Ausschreitungen beim Pokalspiel in Rostock sucht der Deutsche Fußball-Bund den Dialog mit den Fangruppen. Dafür geht DFB-Präsident Grindel einen Schritt auf die Anhänger zu: Künftig will der DFB auf Kollektivstrafen für Fans verzichten.

DFB-Präsident Reinhard Grindel | Bildquelle: dpa
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DFB-Präsident Reinhard Grindel

Der Deutsche Fußball-Bund will in Zukunft auf Kollektivstrafen für Fans verzichten und damit in dem Streit um die zunehmenden Fan-Ausschreitungen in einigen Stadien auf die Anhänger zugehen. Man wolle "keine Sanktionen wie die Verhängung von Blocksperren, Teilausschlüssen oder Geisterspielen mehr", teilt DFB-Präsident Reinhard Grindel mit.

Der DFB empfehle dem Kontrollausschuss, "bis auf Weiteres darauf zu verzichten, Strafen zu beantragen, die unmittelbare Wirkung auf Fans haben, deren Beteiligung an Verstößen gegen die Stadionordnung nicht nachgewiesen ist".

DFB kommt Ultras entgegen
nachtmagazin 00:15 Uhr, 17.08.2017, Andreas Clarysse, HR

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Neue Debatte nach Ausschreitungen beim Rostock-Spiel

Verbände wie der DFB und die Deutsche Fußball Liga auf der einen sowie Teile der sogenannten Ultra-Bewegung auf der anderen Seite stehen sich seit Monaten unversöhnlich gegenüber. Die Unterbrechung des Pokalspiels zwischen Hansa Rostock und Hertha BSC aufgrund von Ausschreitungen am Montag hatte die Debatte um Fankrawalle in Deutschland wieder einmal erhitzt.

"Wir wollen ein Zeichen setzen, um gemeinsam in den Dialog einzutreten", sagte Grindel in seiner Erklärung. Der DFB-Präsident lud Ultra-Vertreter ein, sich mit dem DFB, seiner Arbeitsgruppe Fankulturen sowie anderen Organisationen an einen Tisch zu setzen. Voraussetzung dafür: "Der Verzicht auf Gewalt. Wir müssen im Dialog Vertrauen aufbauen, Missverständnisse ausräumen und gemeinsam klare Linien und Grenzen festlegen", sagte Grindel.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 16. August 2017 um 12:00 Uhr.

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