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22.03.2010

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ARD-DeutschlandTrend: SPD rutscht weiter ab
ARD-DeutschlandTrend Dezember 2008

SPD tief im Keller

Wäre am kommenden Sonntag Wahl, käme die SPD lediglich auf 23 Prozent - so lautet eines der Ergebnisse des aktuellen ARD-DeutschlandTrends, den Infratest dimap monatlich im Auftrag der Tagesthemen erhebt. Es ist der schlechteste Wert der Sozialdemokraten seit August 2004. Im Vergleich zum Vormonat sackt die Partei um zwei Prozentpunkte ab.

Die Zeichen stehen auf Schwarz-Gelb

Die Union erreicht bei der Sonntagsfrage wie im November 37 Prozent. Die FDP legt um einen Punkt zu und kommt auf zwölf Prozent. Damit wäre eine schwarz-gelbe Koalition rechnerisch möglich. Das träfe auf Wohlwollen bei knapp der Hälfte der Bürger: 49 Prozent sehen ein christlich-liberales Bündnis als gut für das Land an. Eine Große Koalition bevorzugen nur 40 Prozent.

Die Grünen bleiben auf Augenhöhe mit der FDP. Auch sie konnten einen Punkt hinzugewinnen und liegen im ARD-DeutschlandTrend bei zwölf Prozent. Die Partei Die Linke hält sich stabil - ebenfalls bei zwölf Prozent.

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Steinmeier überholt Merkel

In der Rangliste der beliebtesten Politiker legt Außenminister Frank-Walter Steinmeier im Vergleich zum Vormonat sechs Punkte zu und erreicht mit 74 Prozent Zustimmung seinen bisher besten Wert im ARD-DeutschlandTrend. Angela Merkel verliert in gleicher Höhe und bekommt von 65 Prozent der Befragten gute Noten. Zuletzt hatte Steinmeier Merkel im September auf der Beliebtheitsskala überholt. Finanzminister Peer Steinbrück kann sich verbessern und mit 57 Prozent seinen dritten Platz stabilisieren.

Merkel und Steinmeier (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Im Dezember kann sich Außenminister Steinmeier über Platz 1 vor Kanzlerin Merkel freuen. ]

Besonders verloren hat Merkel bei der Beurteilung ihres Beitrags zur Stärkung der Wirtschaftskraft in Deutschland. Dieser wird mit einem Minus von 17 Punkten deutlich weniger positiv gesehen als im November und liegt jetzt bei 51 Prozent. 55 Prozent der Befragten sagen, dass die Kanzlerin bei der Bewältigung der Finanzkrise gute Arbeit leiste. Und 78 Prozent sind überzeugt, dass sie deutsche Interessen im Ausland erfolgreich vertritt. Insgesamt gilt sie für viele - nämlich für 73 Prozent - eher als Interessensverwalterin der Wirtschaft als der kleinen Leute. Knapp sechs von zehn Menschen sehen zudem mangelnde Führungskraft bei Merkel.

Die Wirtschaft bereitet vielen Menschen Sorgen

Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise haben zu einer massiven Eintrübung der wirtschaftlichen Stimmung in Deutschland geführt: Die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten zwölf Monaten sind mit 57 Prozent erneut mehrheitlich negativ. Die aktuelle ökonomische Situation wird sogar von 73 Prozent der Befragten kritisch beurteilt. Mittlerweile sind fast drei Viertel der Deutschen der Auffassung, dass der schlimmste Teil der Krise noch bevorsteht. Jeder zweite Bürger macht sich Sorgen um seine persönliche wirtschaftliche Zukunft, immer mehr bangen um ihre Ersparnisse: Die Zahl liegt mit einem Plus von sechs Punkten jetzt bei 42 Prozent.

Aus Sicht von zwei Dritteln der Befragten hat die Bundesregierung im Hinblick auf die Wirtschaftskrise schnell und entschlossen gehandelt - die kritischen Bewertungen nahmen allerdings binnen Monatsfrist zu. Im Streit um Steuersenkungen zur Abfederung der Rezession spricht sich eine knappe Mehrheit von 53 Prozent mit Blick auf die Haushaltssanierung für eine spätere umfassendere Steuerreform aus, während 43 Prozent für schnelle Steuersenkungen plädieren. Eine staatliche Unterstützung der Autoindustrie lehnen sechs von zehn ab. Maßnahmen gegen die Rezession sind für 59 Prozent derzeit wichtiger als der Klimaschutz.

Untersuchungsanlage:

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl / Randomstichprobe
Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews
Fallzahl: 1000 Befragte (700 West / 300 Ost)
Erhebungszeitraum: 1. bis 2. Dezember 2008
Fehlertoleranz: 1,4 bis 3,1 Prozentpunkte
Sonntagsfrage: 1500 Befragte
Erhebungszeitraum: 1. bis 3. Dezember 2008
Fehlertoleranz: 1,1 bis 2,5 Prozentpunkte
 
Stand: 05.12.2008 00:29 Uhr

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