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Randale nach dem deutschen EM-Aus

Angriffe auf Italien-Fans in Wolfsburg und Wuppertal

Enttäuschung und Tränen: Vielen deutschen Fans stand gestern Abend der Frust über die Niederlage gegen Italien ins Gesicht geschrieben. Allerdings blieb es - in einigen Fällen - nicht bei der Trauer.

Fans in Wolfsburg
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Polizisten beobachten in der Innenstadt von Wolfsburg die feiernden italienische Fußballfans. Die Polizei konnte nur mit Mühe Randale zwischen Anhängern beider Länder verhindern.

In Wolfsburg - dort leben statistisch gesehen die meisten Italiener in Deutschland - kam es nach dem Spiel zu Ausschreitungen zwischen den rivalisierenden Fangruppen. Wie die "Wolfsburger Allgemeine Zeitung" berichtet, griffen Anhänger des deutschen Teams Italiener an und versuchten, einen Autokorso durch die Stadt zu stoppen. Vier Menschen, darunter eine hochschwangere Frau, seien verletzt, vierzehn Randalierer und Betrunkene zwischenzeitlich in Gewahrsam genommen worden. Ein Sprecher der Polizei Wolfsburg erklärte allerdings gegenüber tagesschau.de, die Ausschreitungen seien für ein Großevent im üblichen Rahmen geblieben. Es habe "nicht der Mob getobt".

Auch in mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen kam es zu Angriffen auf italienische Fans. In Wuppertal konnte die Polizei nur mit Mühe 600 Feiernde und 800 Frustrierte auseinanderhalten. Italienische Fans wurden mit Spaghetti beworfen, ein Mann wegen des Rufens rechtsradikaler Parolen festgenommen. Gegen die Anhänger des deutschen Teams mussten die Beamten Pfefferspray einsetzen. Die Bilanz des Abends: 13 Verletzte und 27 vorübergehende Festnahmen.

Bei Facebook und in anderen Online-Foren brach sich nicht nur der Frust Bahn: In zahlreiche Einträgen - nachzuvollziehen etwa über die Suchmaschine openstatussearch.com - verunglimpfen einige Kommentatoren Italiens zweifachen Torschützen Mario Balotelli als "Neger" und die italienische Mannschaft als "Pizzafresser", "Spaghettis" und "Itaker".

Stand: 29.06.2012 16:59 Uhr

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