Freiwillige Kämpfer | Bildquelle: AFP

BKA nennt neue Zahlen 800 deutsche "Dschihad-Touristen"?

Stand: 23.02.2016 09:54 Uhr

Aus Deutschland in den Dschihad. Diesen Weg sollen laut einem Zeitungsbericht bisher 800 Deutsche genommen haben. In Syrien und dem Irak schlossen sie sich Terror-Gruppierungen wie dem IS oder der Al-Nusra-Front an.

Laut einem Medienbericht sind mehr als 800 Islamisten aus Deutschland nach Syrien und in den Irak ausgereist, um sich dort Gruppierungen wie dem "Islamischen Staat" (IS) oder der Al-Nusra-Front anzuschließen.

Etwa ein Drittel der Kämpfer sei wieder nach Deutschland zurückgekehrt, berichtet die "Welt" unter Berufung auf eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes (BKA). Damit habe sich die Zahl der "Dschihad-Reisenden" seit Jahresbeginn noch einmal leicht erhöht.

Offenbar gehen die Sicherheitsbehörden davon aus, dass mehr als 130 Dschihadisten aus der Bundesrepublik in Syrien oder dem Irak ums Leben gekommen sind - einige davon als Selbstmordattentäter.

Männer zwischen 22 und 25 Jahren

Laut einer BKA-Studie ergibt sich aus einer Untersuchung der Lebensläufe von einigen Ausgereisten ein klares Profil: Im Durchschnitt handelt es sich demnach um Männer im Alter zwischen 22 und 25 Jahren. Mehr als 60 Prozent besitzen die deutsche Staatsbürgerschaft.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 23. Februar 2016 um 09:30 Uhr.

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