Hochwasser in Heersum | Bildquelle: dpa

Dauerregen über Deutschland Durchatmen - aber nicht überall

Stand: 27.07.2017 16:47 Uhr

Nach dem vielen Regen der vergangenen Tage wird es in Deutschland nun zumindest etwas trockener. Dennoch bleibt die Hochwasserlage in Teilen des Landes angespannt. In einigen der von den Überflutungen betroffenen Orte beginnt langsam das Aufräumen.

Nach dem vielen Regen der vergangenen Tage wird es in Deutschland nun zumindest etwas trockener und auch wieder wärmer. Grund dafür: Das Tief "Alfred" zieht weiter nach Osten. "Die Dauerregensituation, unter der Deutschland schon seit Tagen leidet, neigt sich dem Ende entgegen", sagt Meteorologe Martin Jonas vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Dennoch bleibt die Hochwasserlage in Teilen Niedersachsens angespannt, auch im Harz kann noch nicht überall Entwarnung gegeben werden. Nachdem heftige Regenfälle vor allem Regionen in dem Mittelgebirge unter Wasser gesetzt hatten, verbesserte sich die Lage nun in Städten wie Goslar langsam.

Hochwasser bewegt sich gen Hildesheim

Stattdessen verlagerte sich das Problem hoher Wasserstände in andere Gebiete wie das niedersächsische Hildesheim und Braunschweig. Es gebe Wassereinbrüche, das Grundwasser steige, und die Kanäle seien randvoll, sagte ein Feuerwehrsprecher in Hildesheim. Dazu laufe das Wasser an einer Stelle über einen Deich in den Stadtteil Itzum. "Dort war zuvor nichts absehbar, jetzt ist dort Land unter", sagte der Sprecher. Die Einsatzkräfte warnen dennoch vor Panikmache. Eine Sprecherin bezeichnete die Lage in der Hochwasserregion am Mittag als "relativ ruhig". Es rolle keine Flutwelle auf Braunschweig zu

In der Harz-Gemeinde Harsleben in Sachsen-Anhalt spitzte sich die Lage zu. "Der Ort läuft voll", sagte der Leiter der Einsatzstelle beim Landkreis Harz.

Lage in den Hochwassergebieten Niedersachsens
nachtmagazin 00:00 Uhr, Marco Heuer, NDR

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Das wenige Kilometer von Harsleben entfernte Langenstein kämpft gegen die Fluten des übergelaufenen Goldbachs. Von einer seit Dienstag an dem Hochwasser-Fluss Holtemme vermissten Seniorin fehlt weiter jede Spur. Nach der 69-Jährigen aus Wernigerode wird weiter gesucht. Die Frau wohnt direkt neben der Holtemme. Die Polizei schließt nicht aus, dass sie in den Fluss gefallen ist.

Nach 48 Stunden prasselnden Dauerregens beruhigte sich die Lage in der Nacht zu Donnerstag ansonsten im Harz etwas. Das Schlimmste liegt wohl hinter den Einsatzkräften. An den meisten Flüssen und Bächen entspannte sich die Situation mittlerweile etwas.

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Starkregen, Hochwasser und Katastrophenalarm durch Tief Alfred

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Stundenlanger Dauerregen hat im Harz und anderen Teilen Deutschlands Bäche zu reißenden Flüssen werden lassen. Hier: das Flüsschen Abzucht in Goslar im Harz. Vielerorts fiel innerhalb von zwei Tagen so viel Regen wie sonst in einem ganzen Monat. | Bildquelle: dpa

Bauern sorgen sich um ihre Ernte

Niedergedrückte Ähren auf einem Feld in Mecklenburg-Vorpommern | Bildquelle: dpa
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Vom Regen plattgewalzt: Landwirte befürchten Ernteeinbußen.

Nach den Überflutungen stehen vielerorts die ersten Aufräumarbeiten an. Wie hoch die Schäden sein werden, ist noch unklar. Goslars Oberbürgermeister Oliver Junk hatte am Mittwoch von Kosten in Millionenhöhe für Sanierung und Renovierung gesprochen.

Der Deutsche Bauernverband sorgt sich wegen des heftigen Regens um die Ernte. Die Qualität und auch die Ausbeute leide unter dem Dauerregen.

Aufatmen in Bayern und Berlin

Nach dem Ende des Dauerregens in Bayern entspannte sich auch dort die Lage vielerorts. An kleineren Flüssen fielen die Pegelstände schon wieder, teilte der Hochwassernachrichtendienst mit. Vor allem der Stand der Donau werde aber im Raum Donauwörth und weiter flussabwärts noch steigen.

Das regengeplagte Berlin kann ebenfalls vorerst aufatmen: In den nächsten Tagen soll es keinen Dauerregen mehr geben. Das teilte der Deutsche Wetterdienst in Potsdam mit. Vereinzelt könne es aber trotzdem in Brandenburg und Berlin zu Schauern und Gewittern kommen. Nach dem Dauerregen der vergangenen Tage beruhigte sich auch in weiten Teilen Thüringens die Situation.

Welche Versicherung zahlt bei Überschwemmungen?

Während Sturmschäden oft über Hausrat- oder Wohngebäudeversicherungen abgesichert sind, werden Schäden durch heftige Niederschläge nur bei Abschluss einer zusätzlichen Elementarschadenversicherung reguliert. Der vollgelaufene Keller mit Folgeschäden für Haus und Hausrat ist somit in der Regel unversichert.
Nach einem Schaden sollte der Versicherer sofort informiert werden - am besten per Einschreiben-Rückschein, rät der Bund der Versicherten. Er empfiehlt, Fotos zu machen und eine Liste beschädigter Gegenstände zu erstellen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. Juli 2017 um 15:00 Uhr.

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