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Tausende Menschen haben sich in Berlin an einer Demonstration gegen Überwachung und für mehr Datenschutz beteiligt. Die Angaben zur Zahl der Teilnehmer differierten stark: Die Veranstalter sprachen von bis zu 100.000 Teilnehmern. Die Polizei zählte hingegen "in der Spitze maximal 15.000".
Die Demonstranten riefen u.a. Parolen wie "Wer heute noch darüber lacht, wird morgen früh schon überwacht." Bei der Auftaktkundgebung am Alexanderplatz forderten mehrere Redner einen besseren Datenschutz in allen Lebensbereichen. Der Vorsitzende der Freien Ärzteschaft, Martin Grauduszus, kritisierte etwa, mit der von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt geplanten Gesundheitskarte werde das "Grundvertrauen zwischen Arzt und Patient" gefährdet.
[Bildunterschrift: Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Freiheit statt Angst". ]Zu der Demonstration aufgerufen hatten mehr als 100 verschiedene Organsationen - von Bürgerrechtlern über kritische Computernutzer bis zu Parteigliederungen von Grünen, FDP und Linkspartei. Federführend organisiert wurde die Veranstaltung vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, der sich gegen die seit Anfang 2008 geltende Speicherpflicht für Telekommunikationsdaten engagiert. Auch in anderen europäischen Ländern fanden Protestaktionen statt.
Interview:
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