Logo der DAK | Bildquelle: picture alliance / dpa

Krankenkasse hebt Zusatzbeitrag an DAK-Versicherte zahlen bald 16,1 Prozent

Stand: 17.12.2015 20:44 Uhr

Die drittgrößte deutsche Krankenkasse will ihre Versicherten 2016 stärker zur Kasse bitten als die anderen gesetzlichen Kassen. Der Zusatzbeitrag soll um 0,6 Punkte steigen - für die DAK-Versicherten wäre dann ein Beitrag von 16,1 Prozent fällig.

Versicherte der Krankenkasse DAK müssen im kommenden Jahr voraussichtlich einen Beitragssatz von 16,1 Prozent zahlen. Neben dem gesetzlich festgeschriebenen Beitragssatz von 14,6 Prozent will die drittgrößte deutsche Krankenkasse von Januar an einen Zusatzbeitrag von 1,5 Prozent erheben - 0,6 Prozentpunkte mehr als im laufenden Jahr. "16,1 Prozent stehen in der Vorlage, über die am Freitag unser Verwaltungsrat abstimmen wird", sagte DAK-Vorstandschef Heribert Rebscher der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Der Schätzerkreis für die gesetzliche Krankenversicherung hatte für 2016 einen Zusatzbedarf errechnet, der einer Anhebung der Zusatzbeiträge der Kassen um durchschnittlich 0,2 Punkte auf einen Gesamtbeitragssatz von dann 15,7 Prozent entspräche. Die DAK liegt mit ihrer Ankündigung nun weit darüber.

Barmer und DAK geben Erhöhung der Beiträge bekannt
tagesschau 16:00 Uhr, 18.12.2015, Anke Hahn, RBB

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TK erhöht Zusatzbeitrag um 0,2 Punkte

Mehrere der großen gesetzlichen Krankenkassen hatten bereits angekündigt, ihre Zusatzbeiträge zu erhöhen. So beschlossen die Techniker Krankenkasse und die AOK Bayern eine Anhebung um 0,2 Prozentpunkte, die AOK Baden-Württemberg verlangt im kommenden Jahr 0,1 Prozentpunkte mehr. Einige Kassen verzichten aber auch auf Erhöhungen. Die Entscheidung der Barmer GEK zum Zusatzbeitrag für 2016 steht noch aus.

Die Krankenkassen begründen den zusätzlichen Finanzbedarf mit steigenden Ausgaben für Leistungen etwa im Krankenhausbereich, für niedergelassene Ärzte und Arzneimittel. Da Arbeitgeber und Arbeitnehmer nur den gesetzlich festgeschriebenen Beitrag von 14,6 Prozent zu gleichen Teilen zahlen, müssen die Versicherten alle Kostensteigerungen über die von ihnen allein zu tragenden Zusatzbeiträge alleine übernehmen.

Nach der Fusion wären Barmer/GEK und BKK  die größte Krankenkasse. Zur Zeit hat die Techniker Krankenkasse noch die meisten Versicherten.
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