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CSU-Chef nimmt Ex-Pressesprecher in Schutz
Aus "unvermeidlich" wird "überhöht"
CSU-Chef Horst Seehofer hat dem ZDF vorgeworfen, die Affäre um den Anruf des damaligen CSU-Parteisprechers in der ZDF-"heute"-Redaktion übertrieben behandelt zu haben. Das ZDF habe den "Vorfall überhöht", kritisierte Seehofer in der "Bild am Sonntag". Kein Politiker sollte sich "die Freiheit nehmen lassen, auch Journalisten mal zu sagen, wo sie falsch gelegen haben".
Hintergrund ist die Affäre um den früheren CSU-Sprecher Hans Michael Strepp. Dieser hatte im Oktober seinen Posten geräumt, weil er nach Angaben des ZDF versucht hatte, Einfluss auf die Berichterstattung über die bayerische SPD zu nehmen. Seehofer entließ Strepp auf dessen eigene Bitte - und bezeichnete diesen Schritt als "unvermeidlich". Ein Parteisprecher sei die Schnittstelle zu den Medien, deshalb habe Strepp seine Aufgabe angesichts der unterschiedlichen Bewertungen seines Anrufs beim ZDF nicht fortführen können, so Seehofer.
Der Fall Strepp - Wer sind die Strippenzieher?
ARD-Morgenmagazin 06:00 Uhr, 26.10.2012, Marcus Overmann, ARD Berlin
Seehofer warf den Öffentlich-Rechtlichen zudem vor, sie würden aus "Zwangsgebühren" finanziert. Daher lehnte er einen Rückzug der Parteien aus den Rundfunkräten der Sender ab.
Weiterhin forderte Seehofer mehr Transparenz von ARD und ZDF: Er wünsche sich, so Seehofer, "bei den öffentlich-rechtlichen Sendern die gleiche Transparenz wie bei den Politikern. Was ich verdiene, können Sie im Gesetz nachlesen. Das gilt so für das öffentlich-rechtliche ZDF nicht", sagte Seehofer.
Stand: 18.11.2012 13:40 Uhr
