Bundeskanzlerin Angela Merkel neben Chinas Staatspräsident Xi Jinping bei der Einweihung des Panda-Geheges im Berliner Zoo.

Chinas Präsident in Berlin Ein Herz für Pandas, Handel und Finanzen

Stand: 05.07.2017 17:28 Uhr

Kanzlerin Merkel hat Chinas Staatspräsident Xi zu Gesprächen über Handel und Finanzen empfangen. Sie forderte einen besseren Zugang für deutsche Unternehmen zum chinesischen Markt. Aufmerksamkeit erhielten vor allem aber die zwei Pandas, deren Gehege die Politiker einweihten.

Ein Pandabär in seinem Gehege im Berliner Zoo | Bildquelle: REUTERS
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Einer der beiden neuen Pandabären im Gehege des Berliner Zoos.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Chinas Staatspräsident Xi Jinping haben im Berliner Zoo ein Gehege für zwei Riesenpandas eröffnet. Die Einweihung der Anlage für die Tiere aus China hatte symbolischen Charakter. Die Regierung in Peking versteht die Leihgabe als Geste, mit der sie das Verhältnis zu Deutschland pflegen will.

Diesen Gedanken nahm Merkel auf. Sie sagte bei den Feierlichkeiten, die Geste stehe für die Beziehungen beider Länder. "Nun haben wir zwei sehr sympathische Diplomaten hier - nämlich die beiden Panda-Bären. Ich denke, Jiao Qing und Meng Meng werden Sonderbotschafter unserer beiden Länder sein", so Merkel. Die Berliner hätten ein ganz besonderes Verhältnis zu Bären und ein ganz besonderes Herz für die beiden Pandas.

Xi sagte mit Blick auf die in traditionellem chinesischen Stil gehaltene Anlage, die beiden Pandas hätten ein sehr schönes neues Zuhause bekommen. Er hoffe, dass sich die Tiere schnell einlebten und eines Tages Nachwuchs bekämen.

Chinas Staatspräsident Xi Jinping in Berlin
05.07.2017, Ariane Reimers, ARD Berlin

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Leihgabe für eine Million Euro jährlich

Der Zoo bekommt das Weibchen Meng Meng und das Männchen Jiao Qing für 15 Jahre als kostenpflichtige Leihgabe. Die Kosten betragen eine Million US-Dollar pro Jahr. Die Anlage wurde für knapp zehn Millionen Euro errichtet. Die beiden Pandas stammen aus einer chinesischen Zuchtstation und sind am 24. Juni in Berlin angekommen. Der Berliner Zoo ist der einzige Tierpark in Deutschland, der die seltenen Bären hält. Für Besucher sind die Tiere von morgen an zu sehen.

Vor der Einweihung des Geheges hatten sich Merkel und Xi zu Gesprächen getroffen. Merkel verlangte dabei von China einen besseren Marktzugang für deutsche Unternehmen. Sie habe deutlich gemacht, dass Deutschland von China "gleichberechtigt behandelt werden" wolle und beide Länder einander einen "Marktzugang ermöglichen" müssten, sagte die Kanzlerin nach dem Treffen in Berlin. "Das ist für unsere Unternehmen sehr, sehr wichtig."

Xi betonte seinerseits, auch sein Land strebe eine bessere Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Handel und Finanzwesen an. Die Beziehungen beider Länder seien auf einem "Spitzenniveau". China ist Deutschlands wichtigster Handelspartner. Beide Länder machten im vergangenen Jahr Geschäfte im Umfang von knapp 170 Milliarden Euro. Allerdings gab es zuletzt Spannungen - Berlin und Peking warfen sich gegenseitig Investitionshindernisse vor.

G20-Troika berät sich

Neben wirtschaftlichen Belangen standen auch außenpolitische Themen auf der Agenda - wie etwa die Lage auf der koreanischen Halbinsel nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas und die Rolle der Vereinten Nationen. Zudem äußerte Merkel den Willen zur Weiterführung des Menschenrechtsdialogs. "Den müssen wir aus meiner Sicht auch fortsetzen und schauen, dass sich die unterschiedlichen Bereiche der Gesellschaft gut artikulieren können", sagte die Kanzlerin.

Später bereitete Merkel gemeinsam mit Xi den G20-Gipfel in Hamburg vor. Das Gastgeberland - in diesem Fall Deutschland - arbeitet stets eng mit dem vorhergehenden und dem nachfolgenden Gipfelausrichter zusammen, um die Kontinuität der Themen zu gewährleisten. In aktuellen Fall sind das China und Argentinien - von Merkel Troika genannt. "20 Staaten zusammen zu bringen in all ihren Entwicklungen und ihren Vorstellungen, ist nicht ganz einfach, aber die Troika arbeitet eng zusammen", sagte Merkel im Kanzleramt. Sie hoffe, "manche Klippe noch überwinden" zu können. Xi sicherte Merkel Unterstützung zu, damit der Gipfel in Hamburg positive Fortschritte machen könne.

Demonstranten vor dem Berliner Zoo protestieren gegen die "Panda-Politik" der Bundesregierung mit China. | Bildquelle: REUTERS
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Pandas statt Menschenrechte: Demonstranten vor dem Berliner Zoo protestieren gegen die "Panda-Politik" der Bundesregierung mit China.

Merkel trifft Xi in Berlin
C. Prössl, ARD Berlin
05.07.2017 14:06 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. Juli 2017 um 14:00 Uhr.

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