Seehofer und Merkel | Bildquelle: dpa

Treffen der Unionsspitzen Eintracht statt Krach

Stand: 05.02.2017 18:08 Uhr

Angrillen in München: Ausgerechnet in der bayerischen Landeshauptstadt rücken CDU und CSU demonstrativ zusammen. Gezänk war gestern, jetzt ist Wahlkampf. Die Unionsschwestern sind zur Eintracht gezwungen - zumindest bis zur Bundestagswahl.

Unter dem Druck einer euphorisierten Schulz-SPD rücken die zerstrittenen Unionschefs Angela Merkel und Horst Seehofer sieben Monate vor der Bundestagswahl demonstrativ zusammen. "Ich bin ganz sicher, in diesen Zeiten kommt es auf die beiden Volksparteien CDU und CSU an, die sehr viel mehr Gemeinsames haben, als das, was unterschiedlich beantwortet wird", sagte die Kanzlerin und CDU-Chefin zu Beginn eines Treffens mit CSU-Chef Horst Seehofer und weiteren Unionsspitzen in München. Als Versöhnungsgipfel will die Union die zweitägigen Gespräche aber ausdrücklich nicht mehr verstanden wissen.

Seehofer versuchte denn auch, den anderthalbjährigen Dauerzwist der Schwesterparteien herunterzuspielen. Zwischen CDU und CSU habe es immer unterschiedliche Auffassungen gegeben. Diese sollten die "belastbaren Gemeinsamkeiten" aus der langen gemeinsamen Geschichte von CDU und CSU in den kommenden Monaten aber "nicht beeinträchtigen". Generell hätten sich CSU und CDU in den vergangenen Wochen in vielen Punkten angenähert, Beispiele nannte Seehofer aber mit Verweis auf noch interne Papiere der beiden Parteivorsitzenden nicht.

Spitzentreffen von CDU und CSU
morgenmagazin, 06.02.2017, Sebastian Kraft, BR

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CDU und CSU wollen bis Montag in der CSU-Zentrale in der bayerischen Landeshauptstadt über die Grundzüge für ihr gemeinsames Wahlprogramm diskutieren. Dabei steht aber schon jetzt fest, dass es keine Einigung auf eine Obergrenze für Flüchtlinge geben wird, die Seehofer fordert und Merkel ablehnt. Für die beiden Parteispitzen ist dies aber nach eigenen Worten kein Problem: "Ich bin mir ganz sicher, dass wir hier - CDU und CSU gemeinsam - die Grundlagen für ein Wahlprogramm legen werden", sagte Merkel. Derzeit erlebe Deutschland viele Anfechtungen und Herausforderungen von innen und außen.

Kein Sieg ohne Eintracht

Jetzt ist Zusammenhalt angesagt, Gezänk war gestern: "Der Sieg ist immer dort, wo Eintracht herrscht", unterstrich Seehofer mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl. Eine wichtige Rolle spielen dürfte bei den Beratungen der Unionsspitzen auch das aktuelle Umfragehoch der SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Martin Schulz. Die SPD im Aufwind, die Union im Abwärtstrend - das kann die Union nicht kalt lassen.

Von Nervosität wollte Seehofer aber nichts wissen: "Ich bin seit Jahrzehnten so gestrickt, dass ich immer auf das eigene Leistungsvermögen schaue." Natürlich blicke die Union auch auf die Konkurrenz. "Aber es ist jetzt nichts, was uns in irgendeiner Weise beunruhigt." Wie Merkel gehe er davon aus, dass der Union 2017 der "schwierigste Wahlkampf" ins Haus stehe. "Wir haben damit zu rechnen, dass es sieben Parteien im Bundestag gibt." Dies bedeute aber nicht, dass er sein eigenes Wahlziel von 40 Prozent plus X korrigieren müsse.

Oliver Köhr @koehroliver
Na dann kanns ja losgehen mit dem Versöhnen. Später soll noch gegrillt werden bei #CDU und #CSU Fragt sich nur was. Oder wer... https://t.co/vTduSoU4r8

Streit um Obergrenze bleibt

Und was ist mit dem Streit um die Obergrenze? Die CSU bleibe dabei, dass sie im Falle eines Wahlsiegs am 24. September nur mitregiere, wenn im Koalitionsvertrag eine starre Obergrenze verankert werde, betonte Seehofer auf Nachfrage erneut. "Wenn ich solche Aussagen treffe, bleiben sie richtig, aber sie müssen nicht jeden Tag wiederholt werden. Jetzt wollen wir zuallererst Wahlen gewinnen. Das wird schwer genug."

Und die CSU lässt nichts unversucht, damit sich Merkel & Co. in München wohlfühlen. Am Abend soll gegrillt werden, trotz aller Kälte draußen. Rind, Bratwürste, außerdem Leberkäse und Buletten sind vorgesehen.

Oliver Köhr, ARD Berlin, über das Treffen
tagesthemen 22:45 Uhr, 05.02.2017

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Mehr zum Thema sehen Sie im "Bericht aus Berlin" - um 18.30 Uhr im Ersten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. Februar 2017 um 17:15 Uhr.

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