Ein Forensiker bei der Untersuchung des ausgebrannten Busses. | Bildquelle: AFP

Busunglück von Münchberg Unaufmerksamkeit des Fahrers verursachte Unfall

Stand: 02.08.2017 11:08 Uhr

Vier Wochen nach dem Busunglück mit 18 Toten auf der A 9 in Bayern ist die Ursache klar: Eine Unaufmerksamkeit des Fahrers führte zu dem Unfall, erklärten die Ermittler. Durch einen Kurzschluss und einen geplatzten Tank fing der Reisebus in kürzester Zeit Feuer.

Der Busunfall mit 18 Toten auf der Autobahn 9 in Oberfranken vor einem Monat ist nach Angaben der Ermittler durch eine Unaufmerksamkeit des Fahrers verursacht worden. Der Reisebus sei daher bei Münchberg auf den Anhänger eines Sattelzugs aufgefahren, teilten Staatsanwaltschaft und Verkehrspolizei Hof in einer Pressekonferenz mit. Der Grund für die Unaufmerksamkeit sei unklar. Bei dem Fahrer habe es keine Hinweise auf Beeinträchtigungen durch Drogen oder Alkohol gegeben. Zu dem Zeitpunkt habe im Bus Ruhe geherrscht, da ein Großteil der Gäste schlief.

Ermittlungsergebnisse zu dem Busunglück
tagesschau 12:00 Uhr, 02.08.2017, Markus Feulner, BR

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"Verkettung tragischer Umstände"

Durch die Kollision habe sich die Front des Reisebusses verschoben. Daraufhin sei es zu Kurzschlüssen bei der Batterie und der Elektrik im vorderen Bereich des Busses gekommen. Gleichzeitig sei der ebenfalls im vorderen Busbereich verbaute Zusatztank geplatzt, der Treibstoff habe sich durch die Kurzschlüsse entzündet. Der Bus stand innerhalb kürzester Zeit in Flammen. "Es war eine Verkettung mehrerer tragischer Umstände", sagten die Ermittler, die den Familien der Opfer zu Beginn der Konferenz ihr Mitgefühl ausdrückten.

Die Ermittler schlossen aus, dass Bus oder Sattelschlepper bereits vor dem Zusammenstoß gebrannt haben könnte. Die Staatsanwaltschaft ermittle nicht gegen das Busunternehmen, sagte der Staatsanwalt.

Technische Mängel am Fahrzeug wurden ausgeschlossen. Der Bus war den Ermittlern zufolge Baujahr 2013 und im Januar 2014 erstmals zugelassen worden.

Die Reisegruppe, überwiegend Senioren aus Sachsen, war unterwegs an den Gardasee in Italien. 18 Menschen kamen ums Leben, darunter auch der Busfahrer. Die Toten waren zwischen 55 und 81 Jahre alt. 30 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen liegen noch immer im Krankenhaus, befinden sich aber außer Lebensgefahr.

Ursache Busunglück A 9 mit 18 Toten und 30 Verletzten
Annerose Zuber, BR
02.08.2017 13:43 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. August 2017 um 12:00 Uhr.

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