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[Bildunterschrift: Fordert eine Neustrukturierung der Grundausbildung: Verbandschef Wolfgang Kirsch. ]
Die geplante Verkürzung der Wehrpflicht von neun auf sechs Monate steht im Mittelpunkt der Hauptversammlung des Bundeswehrverbandes. Verbandschef Ulrich Kirsch begrüßte erneut, dass die schwarz-gelbe Regierung generell an der Wehrpflicht festhält. Er warnte aber zugleich vor einem "Einstieg in den Ausstieg".
Wenn künftig in kürzerer Zeit junge Rekruten den Umgang mit der Waffe lernen sollen, dann müsse zudem die Ausbildung neu organisiert werden, mahnte Kirsch im "Deutschlandfunk". "Der Strukturwandel ist zwangsläufig", sagte er. Die Ausbildung sei aufwendiger und werde aller Voraussicht nach mehr Geld kosten.
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Ähnlich äußerte sich auch der Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan. Es werde sicherlich nicht ausreichen, vom jetzigen neunmonatigen Wehrdienst drei Monate herauszustreichen und weiterzumachen wie bisher, sagte Schneiderhan der Zeitung "Die Welt". Die Kernfrage laute: 'Was können wir in sechs Monaten erreichen, und zu welchem Zweck bilden wir die Grundwehrdienstleistenden aus?' Danach richteten sich dann Aufbau, Inhalt und Organisation des Grundwehrdienstes. "Es ist jetzt erforderlich, die Dienstzeit gut und nutzbringend zu gestalten und für die einzuberufenden jungen Männer nachvollziehbar militärisch zu begründen", sagte Schneiderhan.
Der Generalinspekteur trat Befürchtungen entgegen, Schwarz-Gelb wolle die Wehrpflicht abschaffen. "Neben gesellschaftlichen, politischen und historischen Gründen halte ich die Wehrpflicht unverändert für militärisch notwendig", sagte er.
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