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Bundeswehr legt Milliardenprojekt auf Eis
Heer soll Fahrzeuge wieder ohne private Partner warten
Das Verteidigungsministerium hat ein milliardenschweres Privatisierungsprojekt bei der Bundeswehr auf Eis gelegt. Die seit mehr als sieben Jahren mehrheitlich von der Rüstungsindustrie betriebene Wartung und Reparatur von Heeresfahrzeugen werde im Februar wieder voll vom Staat übernommen, teilte das Verteidigungministerium mit. Grund sind neue EU-Vergaberichtlinien und die Einleitung eines Entflechtungsverfahrens durch das Kartellamt.
2005 war die HIL Heeresinstandsetzungslogistik GmbH zunächst für acht Jahre gegründet worden, um Einsparungen zu erreichen. Die Rüstungskonzerne Rheinmetall, Diehl und Krauss-Maffei Wegmann sind zu 51 Prozent an dem Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 400 Millionen Euro beteiligt, 49 Prozent gehören dem Staat. Ob die Gesellschaft ab Februar 2013 langfristig in ausschließlich staatlicher Hand bleiben wird, ist noch offen. Die Entscheidung darüber soll 2014 oder 2015 fallen.
Auf die 2000 Arbeitsplätze bei der HIL wird die Verstaatlichung nach Angaben des Verteidigungsministeriums keine Auswirkungen haben.
Stand: 15.08.2012 16:08 Uhr
